Corona-Newsblog

US-Pr?sident Trump besichtigt Maskenfabrik – ohne Maske

Trump besucht Maskenfabrik - ohne Maske

Bei einem Besuch einer Fabrik des Honeywell-Konzerns zur Maskenproduktion hat US-Pr?sident Donald Trump keine Maske getragen - obwohl er im Vorfeld angedeutet hatte, dass er dies tun k?nnte.

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Die USA sind ein Epizentrum der Coronavirus-Pandemie. Die Infizierten- und Todesf?lle steigen stark an. Die Entwicklungen im Newsblog.

Washington. 
  • Donald Trump hat Angeh?rigen von Corona-Opfern sein Mitgefühl ausgesprochen
  • In einem Interview machte er zudem Hoffnungen auf einen Impfstoff in diesem Jahr
  • Der US-Pr?sident verlie? am Dienstag nach langer Zeit wieder mal das Wei?e Haus und besichtigte eine Maskenfabrik in Phoenix – Masken trugen er und gro?e Teile seiner Delegation nicht
  • Trump forderte eine Wiederaufnahme des Schulbetriebs bis September
  • Die USA erlauben den Einsatz von Remdesivir bei Covid-19-Patienten in Krankenh?usern
  • Texas und mehrere andere US-Bundesstaaten lockerten ihre Anti-Corona-Ma?nahmen
  • Mehr als 30 Millionen Menschen sind in den USA arbeitslos gemeldet
  • Kein Land wurde von der Coronavirus-Pandemie so hart getroffen wie die USA: Mehr als 70.000 Menschen sind gestorben
  • Die Zahl der best?tigten Infektionen mit Sars-CoV-2 in den USA liegt bei 1,2 Millionen

Die USA sind besonders heftig von der Coronavirus-Pandemie betroffen: Mehr als 70.000 Menschen starben an der Lungenkrankheit Covid-19. Mehr als 1,2 Million Menschen haben sich dort mit Sars-CoV-2 infiziert.

US-Pr?sident Donald Trump sprach Angeh?rigen nun sein Mitgefühl aus. Er fügte hinzu, dass ihn die Zahl der Toten nachts nicht ruhig schlafen lasse: ?Es gibt niemanden, der es schwerer nimmt als ich.“ Trotz der Gefahren von Lockerungen pl?dierte der US-Pr?sident erneut für ein baldiges Hochfahren der Wirtschaft.

Gleichzeitig ist Trump zuversichtlich, dass es noch in diesem Jahr einen Impfstoff geben werde, r?umte aber ein, dass ?rzte seine Aussage in Zweifel ziehen würden. US-Immunologe Anthony Fauci hatte zuletzt gesagt, er rechne im Januar mit einem Impfstoff – im Idealfall.

Coronavirus-Pandemie in den USA – die wichtigsten Entwicklungen im Newsblog:

Mittwoch, 6. Mai: Trump zu Corona-Verlusten: ?Niemand nimmt es schwerer als ich“

10.35 Uhr: Donald Trump steht seit Beginn der Corona-Krise in den USA massiv in der Kritik. Die schwerwiegendsten Vorwürfe: Er soll erste Warnungen vor der Pandemie ignoriert, danach die Bedrohung zu lange runtergespielt haben – und viele Entscheidungen nur im Hinblick auf die anstehende Pr?sidentenwahl getroffen haben. Unser US-Korrespondent kommentiert: Trump nimmt für seine Wiederwahl Tausende Tote in Kauf

2.43 Uhr: US-Pr?sident Donald Trump hat erneut für eine rasche Wiederankurbelung der Wirtschaft seines Landes pl?diert. Zwar sei im Kampf gegen das Coronavirus noch nicht ?alles perfekt“, sagte Trump am Dienstag beim Besuch einer Fabrik für Atemschutzmasken im US-Bundesstaat Arizona. ?Aber wir müssen unser Land ?ffnen, und wir müssen es bald ?ffnen.“ Das Wei?e Haus kündigte an, dass sein Coronavirus-Arbeitsstab schon in den kommenden Wochen aufgel?st werden k?nnte.

Im Sender ABC News r?umte Trump allerdings sein, dass eine Wiederer?ffnung der Wirtschaft zum Verlust von Menschenleben führen k?nne. Dies sei ?m?glich“, sagte er. Die Entscheidung über die Corona-Ma?nahmen liegt in den USA weitgehend in den H?nden der Bundesstaaten und Bezirke. Einige Bundesstaaten haben bereits mit der Lockerung der Restriktionen begonnen.

Trumps Reise nach Arizona markierte das Ende einer wochenlangen Phase, in welcher der Pr?sident das Wei?e Haus wegen der Pandemie kaum noch verlassen hatte. Bei seinem Besuch der Fabrik des Honeywell-Konzerns trug Trump keine Maske. Das Unternehmen verlangt von den Besch?ftigten des Werks, dass sie eine Maske am Arbeitsplatz tragen – was sie w?hrend des hohen Besuchs aus Washington auch taten. Auch nicht alle Mitglieder von Trumps Delegation trugen Masken.

1.36 Uhr: Gro?e Gewinne auf der einen Seite, harsche Kritik auf der anderen: Amazon soll seine Lagerarbeiter und Auslieferer nicht ausreichend vor Infektionen mit dem Coronavirus schützen, so der Vorwurf, der seit Wochen von Angestellten und Gewerkschaften ge?u?ert wird. Amazon-Mitarbeiter traten deshalb in den vergangenen Wochen mehrfach in den Streik. Nun befeuert der Tod eines Amazon-Besch?ftigten in New York die Debatte.

Der Mitarbeiter eines Amazon-Warenlagers sei zum letzten Mal am 5. April zur Arbeit erschienen, teilte das Unternehmen mit. Keiner der anderen Besch?ftigten, mit denen er Kontakt gehabt habe, sei positiv auf das Virus getestet worden oder habe Symptome der von dem Erreger ausgel?sten Lungenkrankheit Covid-19 gezeigt.

Amazon habe ?massiv“ in den Schutz seiner Besch?ftigten vor dem Coronavirus investiert, versicherte der US-Konzern. Die Ansteckungsrate in dem Lager im New Yorker Stadtbezirk Staten Island, in dem der verstorbene Besch?ftigte gearbeitet hatte, sei deutlich niedriger als in der umgebenden Region. Amazon hatte vor einem Monat angekündigt, 350 Millionen Dollar (323 Millionen Euro) für den Schutz von Besch?ftigen und Gesch?ftspartnern vor dem Virus ausgeben zu wollen.

1.13 Uhr: US-Pr?sident Donald Trump hat den Angeh?rigen von Opfern in der Corona-Pandemie sein Mitgefühl ausgesprochen. Auf die Frage, was er betroffenen Familien mitteilen wolle, sagte Trump am Dienstagabend (Ortszeit) dem Sender ABC: ?Ich will sagen, ich liebe Euch. Ich will sagen, dass wir alles tun, was wir k?nnen.“

Er fügte mit Blick auf die inzwischen mehr als 70.000 Toten in den USA durch das Virus hinzu: ?Ich schlafe nachts nicht, weil ich darüber nachdenke. Es gibt niemanden, der es schwerer nimmt als ich.“

Trump ?u?erte erneut seine überzeugung, dass die US-Wirtschaft im vierten Quartal wieder an Fahrt aufnehmen und dass das n?chste Jahr sehr erfolgreich werde. Der Pr?sident sagte, er wisse aber, dass das nicht über den Verlust von Angeh?rigen hinwegtr?sten k?nne.

US-Beh?rde: Bis zu 200.000 neue Corona-F?lle t?glich
US-Beh?rde- Bis zu 200.000 neue Corona-F?lle t?glich

Dienstag, 5. Mai: Rekordeinbruch bei Exporten – US-Regierung muss in diesem Quartal drei Billionen Dollar Schulden aufnehmen

23.12 Uhr: Die Coronavirus-Taskforce des Wei?en Hauses k?nnte schon in den kommenden Wochen aufgel?st werden. US-Vizepr?sident Mike Pence nannte am Dienstag als m?gliches Zeitfenster Ende Mai bis Anfang Juni. Dann sollten die Aufgaben der Expertengruppe, die US-Pr?sident Donald Trump im Umgang mit der Pandemie ber?t, schrittweise wieder an die zust?ndigen Beh?rden übertragen werden. Das Krisenmanagement solle künftig wieder auf ?traditionellere Weise“ erfolgen, sagte Pence.

Die Coronavirus-Taskforce war Ende Januar ins Leben gerufen worden, um die Ma?nahmen gegen eine Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu koordinieren. Vizepr?sident Pence übernahm einen Monat sp?ter von Gesundheitsminister Alex Azar die Leitung des Gremiums, dem renommierte Experten wie die Virologen Anthony Fauci und Deborah Birx angeh?ren.

21.23 Uhr: Dramatische Zahlen wecken Zweifel an Trumps Coronavirus-Strategie. Bis Anfang Juni, so haben Wissenschaftler um Prof. Justin Lessler von der Johns-Hopkins-Universit?t in Baltimore ermittelt, k?nnte die Zahl der neu Infizierten im schlimmsten Fall auf 200.000 steigen – pro Tag, wohlgemerkt. Ebenfalls sei bis dahin mit 3000 weiteren Toten zu rechnen – alle 24 Stunden.

Mit Abstand: Str?nde in Florida sind wieder ge?ffnet
Mit Abstand- Str?nde in Florida sind wieder ge?ffnet

20.40 Uhr: In den USA sind Wissenschaftlern zufolge seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 70.000 Menschen durch eine Infektion mit dem Virus ums Leben gekommen. Das ging am Dienstag (Ortszeit) aus den Daten der Universit?t Johns Hopkins in Baltimore hervor. Die Zahl der best?tigten Infektionen in den USA lag demnach bei knapp 1,2 Millionen - etwa ein Drittel der weltweit mehr als 3,6 Millionen F?lle.

17.31 Uhr: US-Pr?sident Donald Trump l?sst seinen prominenten Berater Anthony Fauci im Senat zur Corona-Krise aussagen - nicht aber in dem von den Demokraten kontrollierten Repr?sentantenhaus. ?Das Repr?sentantenhaus ist ein Haufen Trump-Hasser“, sagte der Republikaner vor seiner Abreise nach Arizona im Garten des Wei?en Hauses. ?Die Demokraten sollten sich sch?men.“

Sie wollten, dass seine Regierung an der Corona-Krise scheitere, damit sie die Wahl im November gewinnen, was ihnen nicht gelingen werde. Das Wei?e Haus hatte bereits am Sonntag mitgeteilt, dass der prominente Immunologe Fauci von der Coronavirus-Arbeitsgruppe dem Haushaltsausschuss im Repr?sentantenhaus nicht an diesem Mittwoch Rede und Antwort stehen werde.

16.30 Uhr: Die US-Exporte haben wegen der Coronavirus-Pandemie einen Rekordeinbruch erlitten. Die Ausfuhren gingen im M?rz im Vergleich zum Vormonat um 9,6 Prozent auf knapp 188 Milliarden Dollar zurück, wie das US-Handelsministerium am Dienstag mitteilte. Weil die Importe lediglich um 6,2 Prozent auf rund 232 Milliarden Dollar zurückgingen, vergr??erte sich das Handelsdefizit der USA deutlich: Es stieg im Vergleich zum Februar um 11,6 Prozent auf 44,4 Milliarden Dollar an.

?Der Rückgang der Exporte und Importe im M?rz geht teilweise auf die Auswirkungen von Covid-19 zurück, weil viele Unternehmen mit begrenzter Kapazit?t arbeiteten oder ihre Gesch?ftsaktivit?t g?nzlich einstellten“, erkl?rte das Handelsministerium. Das Ministerium verwies zudem auf die weltweiten Reisebeschr?nkungen.

Das US-Handelsdefizit ist Pr?sident Donald Trump schon seit Langem ein Dorn im Auge. Er erreichte im Januar nach einem fast zweij?hrigen Handelsstreit mit China ein Abkommen, in dem sich Peking zu deutlich mehr Importen aus den USA verpflichtet. Allerdings wurden die Effekte dieses Abkommens durch die Coronavirus-Pandemie ausradiert.

?Das ist alles weg, und der Zusammenbruch der weltweiten Handelsstr?me trifft auch die (US-)Exporte“, schrieb Ian Shepherdson vom Beratungsunternehmen Pantheon Macroeconomics. Exporte und Importe dürften im April weiter gesunken sein, sich von Mai an aber langsam erholen.

11.25 Uhr: Westliche Geheimdienste halten die Theorie von einem Laborunfall als Ursprung der Pandemie mit dem Coronavirus für ?h?chst unwahrscheinlich“. Der US-Nachrichtensender CNN zitierte am Dienstag drei Quellen, die anhand der Erkenntnisse der ?Five Eyes“ genannten Geheimdienstallianz der USA mit Gro?britannien, Australien, Kanada und Neuseeland entsprechenden Verd?chtigungen von US-Pr?sident Donald Trump und zuletzt US-Au?enminister Mike Pompeo über das neue Virus Sars-CoV-2 widersprachen.

?Es ist h?chst wahrscheinlich, dass es auf natürliche Weise aufgetreten und die Infektionen von Menschen durch natürliche Interaktion zwischen Mensch und Tier erfolgt ist“, zitierte der Sender einen Diplomaten. Am Sonntag hatte Pompeo dem US-Sender ABC gesagt, es gebe ?signifikante“ Belege, dass die Krise in einem Labor in der zentralchinesischen Stadt Wuhan ihren Anfang genommen habe.

Der Nachrichtensender CNN zitierte eine weitere Quelle, dass diese ?u?erungen weit über die gegenw?rtige Einsch?tzung der ?Five-Eyes“-L?nder hinausgingen. Er wollte die M?glichkeit nicht ausschlie?en, sagte aber, dass noch nichts vorliege, dass die Theorie eines Laborunfalls berechtigen k?nnte. Auch China hatte die Theorie zurückgewiesen. Kommentare in chinesischen Staatsmedien sahen eine Strategie der US-Regierung, China die Schuld zuzuschieben, um von eigenen Vers?umnissen in der Pandemie abzulenken. Lesen Sie mehr: USA gegen China – Die Frage nach dem Ursprung des Coronavirus

US-Senat hat nach fünfw?chiger Pause wieder getagt

3.24 Uhr: Nach einer fünfw?chigen Sitzungspause wegen der Coronavirus-Pandemie hat der US-Senat am Montag wieder getagt. Die hundert Senatoren, von denen mehr als die H?lfte 65 Jahre oder ?lter sind und daher zur Risikogruppe geh?ren, kamen zu ihrer ersten regul?ren Sitzung seit dem 25. M?rz zusammen. Die meisten Senatoren trugen Masken, darunter auch der republikanische Mehrheitsführer Mitch McConnell. Er forderte seine Kollegen auf, sich ?so klug und sicher wie m?glich“ zu verhalten.

In ungewohnter Einigkeit hatten Demokraten und Republikaner am Wochenende ein Angebot der Regierung von Pr?sident Donald Trump zurückgewiesen, ihnen für ihre Rückkehr ins Parlament Corona-Schnelltests bereitzustellen. McConnell und die demokratische Vorsitzende des Repr?sentantenhauses, Nancy Pelosi, versicherten in einer gemeinsamen Erkl?rtung, sie seien ?dankbar“ für das Angebot des Pr?sidenten, würden es aber ?respektvoll ablehnen“.

Die Parlamentarier wollten nicht riskieren, dass die Corona-Tests an wichtigerer Stelle fehlten, erl?uterten Pelosi und McConnell. ?Der Kongress will die Ressourcen weiter an die Einrichtungen an der Frontlinie schicken, wo sie am schnellsten am meisten Gutes bewirken k?nnen“, schrieben sie mit Blick auf Krankenh?user und andere Einrichtungen.

1.21 Uhr: Die US-Regierung muss für Sonderausgaben infolge der Coronavirus-Pandemie in diesem Quartal rund drei Billionen US-Dollar (2,7 Billionen Euro) Schulden mehr als noch im Februar geplant aufnehmen. Das teilte das US-Finanzministerium am Montag mit. Infolge der zus?tzlichen Verschuldung im laufenden Quartal solle Ende Juni ein überschuss von etwa 800 Milliarden Dollar bestehen.

US-Kongress und Regierung haben infolge der Corona-Pandemie bislang Konjunkturpakete von rund 2,7 Billionen Dollar beschlossen. Das entspricht mehr als zehn Prozent der amerikanischen Wirtschaftsleistung. Zudem hat das Finanzministerium Mitte April f?llige Steuerzahlungen auf Mitte Juni verschoben, weswegen der kurzfristige Finanzbedarf der Regierung zus?tzlich angestiegen ist.

US-Staatsanleihen gelten als eine der sichersten Anlagen weltweit, weswegen das Finanzministerium keinerlei Schwierigkeiten haben dürfte, genügend K?ufer für die neuen Schuldentitel zu finden. Im dritten Quartal sei geplant, weitere rund 700 Milliarden Dollar aufzunehmen, erkl?rte das Finanzministerium. Für die Zeit danach machte das Finanzministerium zun?chst noch keine Angaben. Im Haushaltsjahr 2019 hatte die Regierung insgesamt rund 1,2 Billionen Dollar aufgenommen.

Montag, 4. Mai: Donald Trump kündigt Wirtschaftswunder an

22.48 Uhr: Obwohl US-Pr?sident Trump darauf dr?ngt, die Regelungen in immer mehr US-Bundesstaaten zu lockern, geht seine Regierung offenbar von einer stetig zunehmende Zahlen von Corona-Toten aus. Laut einem internen Dokument, über das die ?New York Times“ berichtet, werde die t?gliche Zahl der Todesopfer am 1. Juni rund 3000 erreichen – fast doppelt so viele wie derzeit.

Die Prognosen, die von der Federal Emergency Management Agency in Diagrammform zusammengestellt wurden, prognostizieren bis Ende des Monats t?glich etwa 200.000 neue F?lle, gegenüber derzeit etwa 25.000 F?llen pro Tag.

19.03 Uhr: Inmitten des Streits über die Coronavirus-Pandemie haben die USA China davor gewarnt, gegen die im Januar unterzeichnete Handelsvereinbarung zwischen beiden L?ndern zu versto?en. US-Finanzminister Steven Mnuchin drohte China am Montag ?Konsequenzen“ an, sollte das Land die gemachten Zusagen nicht einhalten. ?Ich erwarte, dass sie ihre Verpflichtungen einhalten“, sagte Mnuchin im Sender Fox Business. N?here Angaben zu m?glichen ?Konsequenzen“ machte er nicht.

Die USA und China hatten im Januar eine Vereinbarung unterzeichnet, um einen seit fast zwei Jahren w?hrenden Handelsstreit zu beenden. Peking sagte zu, im Zeitraum von zwei Jahren zus?tzlich US-Güter im Wert von 200 Milliarden Dollar (rund 182 Milliarden Euro) zu importieren. US-Pr?sident Donald Trump hatte angesichts des Handelsdefizits seines Landes gegenüber China Strafz?lle verh?ngt.

18.41 Uhr: Im besonders stark von der Corona-Pandemie betroffenen US-Bundesstaat New York sinken die Todeszahlen weiter. Am Sonntag seien 226 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben, teilte Gouverneur Andrew Cuomo am Montag bei seiner t?glichen Pressekonferenz mit. Das waren rund 70 Prozent weniger als zum H?hepunkt des Ausbruchs im April. Auch die Zahl der Infizierten, die im Krankenhaus liegen, sank weiter, ebenso die Zahl der Neu-Infizierten. Insgesamt haben sich in dem US-Bundesstaat bislang mehr als 300 000 Menschen mit dem Virus infiziert, rund 19 000 sind daran gestorben. In dem Bundesstaat leben rund 19 Millionen Einwohner, etwa die H?lfte davon in der Metropole New York City.

14.53 Uhr: Angesichts der schweren Vorwürfe von US-Au?enminister Mike Pompeo in der Corona-Krise gegen China hat der Grünen-Politiker Jürgen Trittin eine unabh?ngige Untersuchung gefordert. Die Bundesregierung müsse sich für eine Kl?rung durch die Weltgesundheitsorganisation WHO einsetzen, erkl?rte das Mitglied des Ausw?rtigen Ausschusses am Montag.

Pompeo hatte am Sonntag gesagt, es gebe ?signifikante“ Belege, dass die Corona-Krise in einem Labor in der Stadt Wuhan ihren Anfang genommen habe. Trittin betonte, selbst ein von australischen Zeitungen ver?ffentlichter Geheimdienstbericht der Spionagevereinigung Five Eyes - der Geheimdienste der USA, Gro?britanniens, Kanadas, Australiens und Neuseelands - beschreibe vor allem Differenzen der Dienste über diesen Verdacht gegen China. Peking weist die Vorwürfe zurück.

Das Virus sei vermutlich auf einem Tiermarkt in Wuhan auf Menschen übergesprungen. Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass das Virus nicht künstlich erzeugt wurde, sondern natürlichen Ursprungs ist, wie vergangene Woche auch die US-Geheimdienste best?tigten.

Donald Trump rechnet mit Impfstoff in diesem Jahr

7.57 Uhr: Erst soll China die Gef?hrlichkeit von Corona vertuscht, dann Schutzausrüstung gehortet haben. Trumps Regierung wirft China ein finsteres Komplott vor. US-Geheimdienste sollen nun an diesem Montag Belege dafür pr?sentieren.

1.52 Uhr: Donald Trump rechnet mit einem Impfstoff gegen das Coronavirus noch in diesem Jahr. ?Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir bis zum Ende des Jahres einen Impfstoff haben werden“, sagte Trump bei einer Veranstaltung des Senders Fox News in Washington, wo er sich W?hlerfragen stellte.

Zugleich r?umte Trump ein, dass Experten seine Einsch?tzung in Zweifel ziehen k?nnten. ?Die ?rzte werden sagen: ?Das sollten sie nicht sagen“, vermutete der US-Pr?sident. Er spreche aber aus, was er denke. Seiner Einsch?tzung nach seien einige Firmen ?sehr nah“ an einem Erfolg. Wenn ein anderes Land vor den USA einen Impfstoff entwickele, sei ihm das ?egal, ich m?chte nur einen Impfstoff bekommen, der funktioniert“, fügte der Pr?sident hinzu.

Der Immunologe Anthony Fauci hatte am Donnerstag im Sender CNN gesagt, er rechne im Idealfall im Januar mit einem Impfstoff. ?Ich kann das aber nicht garantieren“, schr?nkte er ein. Es gebe zahlreiche Unsicherheitsfaktoren, die einen Impfstoff verz?gern k?nnten.

In seinem Interview forderte Trump eine Wiederaufnahme des Schulunterrichts und des Uni-Betriebs in den USA bis September. ?Ich m?chte, dass sie zurückkommen“, sagte er. Auch sollten die Menschen wieder an die Str?nde gehen dürfen.

Von der US-Wirtschaft erwartet der Pr?sident nach eigenem Bekunden eine schnelle Erholung von der Corona-Krise. ?Wir werden ein unglaubliches folgendes Jahr haben“, prognostizierte er.

Sonntag, 3. Mai: Republikaner und Demokraten verzichten auf Corona-Schnelltest

20.36 Uhr: US-Au?enminister Mike Pompeo hat China in der Debatte über den Ursprung der Coronavirus-Pandemie erneut scharf attackiert. Es gebe ?überw?ltigende Beweise“ dafür, dass der neuartige Erreger aus einem Labor in der chinesischen Stadt Wuhan stamme, sagte Pompeo am Sonntag dem TV-Sender ABC. Zum Vorwurf, das Virus sei absichtlich freigesetzt worden, ?u?erte sich der frühere CIA-Direktor nicht.

Bereits in der Vergangenheit sei die Welt durch Viren aus chinesischen Laboren in Gefahr gebracht worden, sagte Pompeo. China sei bekannt dafür, ?die Welt zu infizieren und minderwertige Labore zu betreiben“. Der US-Au?enminister warf Peking mit Blick auf die Corona-Krise eine ?kommunistische Desinformationskampagne“ vor. China blockiere au?erdem weiterhin die Beteiligung von Experten aus westlichen L?ndern an den Untersuchungen zum Coronavirus.

Seit Monaten gibt es aber Spekulationen, das Virus k?nnte in dem Wuhan-Institut für Virologie durch einen Unfall freigesetzt oder sogar absichtlich geschaffen worden sein. Die chinesischen Beh?rden weisen solche Theorien entschieden zurück.

20 Uhr: Zum ersten Mal seit Mitte M?rz liegen weniger als 10.000 Menschen im US-Bundesstaat New York wegen des neuartigen Coronavirus im Krankenhaus. Aktuell gebe es 9786 F?lle in Hospit?lern des Staates, sagte Gouverneur Andrew Cuomo bei einer Pressekonferenz am Sonntag in der Stadt New York. Zuletzt hatte es innerhalb von 24 Stunden 789 neue Einweisungen gegeben, hie? es bei der Vorstellung der neuesten Zahlen, ein neuer Tiefstwert nach dem H?hepunkt von rund 3200 neuen F?llen an einem einzigen Tag im M?rz.

8.21 Uhr: Als Dank an ?rzte und Pflegepersonal sind die Kunstflugstaffeln Blue Angels (Blauen Engel) der US-Marine und die Thunderbirds (Donnerv?gel) der Luftwaffe über Washington, Baltimore und Atlanta geflogen.

In Washington versammelten sich viele Menschen auf der National Mall, dem langgezogenen Park im Herzen der Hauptstadt, um die Darbietung zu verfolgen. Auch First Lady Melania Trump verfolgte das Schauspiel am Wei?en Haus. Sie bedankte sich für ?dieses sch?ne Zeichen der Solidarit?t“.

4.44 Uhr: Das kommt selten vor: Einigkeit zwischen Republikaner und Demokraten. In einer gemeinsamen Stellungnahme haben die Spitzen des Repr?sentantenhauses und des Senats das Angebot der Regierung von Donald Trump abgelehnt, dem Kongress für seine Rückkehr neue schnelle Coronavirus-Tests zur Verfügung zu stellen.

In der Mitteilung der Demokratin Nancy Pelosi und des Republikaners Mitch McConnell hie? es am Samstag, diese Ressourcen sollten denjenigen zugute kommen, die an vorderster Front gegen das Virus k?mpften. Der Kongress werde derzeit übliche Testverfahren nutzen, bis die schnellere Technologie auf breiterer Basis erh?ltlich sei. Die neuen Tests k?nnen Ergebnisse innerhalb von Minuten liefern.

Nach einer Sitzungspause will der von Trumps Republikanern kontrollierte Senat an diesem Montag wieder zusammentreten. Das von den Demokraten dominierte Repr?sentantenhaus verl?ngerte die Sitzungspause bis auf Weiteres.

0.05 Uhr: US-Milliard?r Warren Buffett muss mit seiner Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway einen Quartalsverlust von 50 Milliarden Dollar hinnehmen. Das Unternehmen sprach von einem ?vorübergehenden“ Rückschlag, r?umte aber zugleich ein, ungewissen Zeiten entgegenzublicken. Es sei unklar, wann mit einer Normalisierung in den diversen Gesch?ftsfeldern der Holding zu rechnen sei.

Buffett verfügt laut dem US-Magazin ?Forbes“ über ein Verm?gen von 72 Milliarden Dollar. Der 89-J?hrige Star-Investor gilt damit als viertreichster Mensch der Welt.

Samstag, 2. Mai: Antik?rpertests zeigen: Jeder Vierte in Bronx hatte schon Corona

19.56 Uhr: In Teilen der Millionenmetropole New York k?nnte bereits mehr als jeder vierte Mensch mit dem neuen Coronavirus infiziert gewesen sein. Das geht aus neuen vorl?ufigen Zahlen einer ersten Antik?rper-Studie hervor, die der Gouverneur des Bundesstaats, Andrew Cuomo, am Samstag vorgestellt hat. Demnach seien im besonders heftig betroffenen und eher ?rmeren Stadtteil Bronx bei zuf?lligen Stichproben bei 27,6 Prozent der Getesteten Antik?rper festgestellt worden. Im reicheren Manhattan war dies bei 17,3 Prozent der Stichproben der Fall. Insgesamt wurden in der Stadt New York bei 19,9 Prozent der überprüften die Antik?rper gefunden, die nach einer Infektion mit dem Coronavirus entstehen. Für den Bundesstaat New York lag dieser Wert bei 12,3 Prozent von 15.000 zuf?llig Getesteten.

In der rund 8,4 Millionen Einwohner gro?en Stadt New York waren bis Freitag laut Zahlen des Gouverneurs offiziell rund 170.000 positiv getestete F?lle festgestellt worden. Die Daten der Studie deuten darauf hin, dass die tats?chliche Zahl rund zehnmal so hoch gelegen haben k?nnte. T?glich starben in der vergangenen Woche rund 300 Menschen im Bundesstaat New York an den durch das Virus ausgel?sten Krankheiten.

Viele Forscher gehen davon aus, dass diejenigen, die den Erreger Sars-CoV-2 bereits hatten, zumindest für eine gewisse Zeit immun gegen die Erkrankung Covid-19 sind. Die aktuellen Antik?rperstudien befinden sich allerdings in einem frühen Entwicklungsstadium, und es ist unklar, wie genau sie sind.

7.26 Uhr: In Kalifornien haben tausende Menschen für eine Lockerung der verh?ngten Ausgangsbeschr?nkungen demonstriert. Es gab am Freitag Proteste in mindestens elf St?dten des US-Bundesstaats, darunter die Hauptstadt Sacramento sowie San Francisco, Los Angeles und San Diego. Die Proteste richteten sich auch gegen die Entscheidung von Gouverneur Gavin Newsom, einige Str?nde zu schlie?en.

Die meisten Demonstranten, die in Sprechch?ren ??ffnet Kalifornien“ und ?Freiheit“ riefen, trugen keine Schutzmasken und hielten sich nicht an die Abstandsregeln. Einige schwenkten US-Flaggen und warben mit dem Slogan ?Trump 2020“ auch für eine Wiederwahl von Donald Trump bei der Wahl im November.

Gouverneur Newsom sagte am Freitag bei einer Pressekonferenz, er k?nne die Forderungen der Demonstranten verstehen. Er forderte die Kalifornier aber auf, weiter zu Hause zu bleiben und sich an die Ausgangsbeschr?nkungen zu halten.

4.16 Uhr: Die USA erlauben den begrenzten Einsatz von Remdesivir bei Covid-19-Patienten in Krankenh?usern. Die Ausnahmegenehmigung sei angesichts der Coronavirus-Pandemie ?in Lichtgeschwindigkeit“ zustande gekommen, sagte der Chef der Lebensmittel- und Arzneimittelbeh?rde, Stephen Hahn. Pr?sident Donald Trump bezeichnete den Schritt als ?sehr vielversprechend“.

Eine klinische Studie hatte zuvor gezeigt, dass der ursprünglich für Ebola entwickelte Wirkstoff bei Covid-Patienten die Zeit bis zu einer Genesung um mehrere Tage verkürzen kann.

Der Chef des Biotech-Unternehmens Gilead erkl?rte, das Unternehmen werde US-Beh?rden 1,5 Millionen Dosen Remdesivir spenden, die für mehr als 100.000 Behandlungen ausreichen sollten. Bis Dezember wolle man genügend Remdesivir für eine Million Behandlungen produzieren.

Remdesivir ist bislang weltweit nirgendwo als Medikament zugelassen. Die Ausnahmegenehmigung für die USA entspricht keiner formellen Zulassung, was ein wesentlich aufwendigerer Prozess ist. Selbst die Ausstellung einer begrenzten Ausnahmegenehmigung nach nur einer vielversprechenden klinischen Studie ist ungew?hnlich.

2.15 Uhr: Texas und mehrere andere Bundesstaaten haben ihre Ma?nahmen gelockert. In Texas wurde Restaurants, Kinos und Einzelh?ndlern erlaubt, in begrenztem Umfang wieder zu ?ffnen. Auch andere, mehrheitlich von Republikanern regierte Bundesstaaten wie Alabama, Idaho, Iowa und Maine lockerten die Ma?nahmen.

Freitag, 1. Mai: Donald Trump vermutet Ursprung des Coronavirus in Labor in Wuhan

17.25 Uhr: W?hrend einer Protestaktion gegen Alltagsbeschr?nkungen wegen der Corona-Pandemie sind im US-Bundesstaat Michigan bewaffnete Demonstranten ins Parlament in der Hauptstadt Lansing eingedrungen. Mehrere Hundert Menschen versammelten am Donnerstag US-Medien zufolge im Eingangsbereich des Geb?udes, das auch Amtssitz der Gouverneurin Gretchen Whitmer ist. Zum Teil bewaffnet, maskiert und Plakate-und-Fahne-schwenkend forderten sie das Ende des Notstandes in dem Bundesstaat.

Abgeordnete waren am Donnerstag zu einer Parlamentssitzung zusammengekommen. ?Direkt über mir schreien uns M?nner mit Waffen an“, beschrieb die anwesende Senatorin Dayna Polehanki die Situation in einem Tweet.

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus hat Michigan wie andere US-Bundesstaaten weitreichende Ausgangsbeschr?nkungen verh?ngt. Allerdings hat die Demokratin Whitmer bei den Bestimmungen mit zunehmend erbittertem Widerstand der republikanischen Mehrheit im Parlament zu k?mpfen. Die Beschr?nkungen waren zun?chst bis Ende April festgesetzt worden, wurden aber schon in der vergangenen Woche bis Mitte Mai verl?ngert. Das gilt weiterhin.

Whitmer wollte auch den Notstand im Staat verl?ngern, konnte die Republikanern im Parlament allerdings nicht davon überzeugen. Am Donnerstag (Ortszeit) unterzeichnete sie schlie?lich eine Verfügung, um dennoch eine solche Ausweitung bis zum 28. Mai aus eigener Kraft durchzusetzen.

Whitmer geh?rt zu den aufstrebenden Figuren der demokratischen Partei und wurde so zuletzt zunehmend zum Ziel von Attacken aus den Reihen der Republikanern, nicht nur in Michigan, sondern etwa auch von US-Pr?sident Donald Trump. Er sprach den Demonstranten in Michigan seine Unterstützung aus. ?Dies sind sehr gute Leute, aber sie sind wütend“, schrieb Trump am Freitag auf Twitter. ?Sie wollen ihr Leben zurück, auf sichere Weise.“ Der Pr?sident rief Whitmer auf, das Gespr?ch mit den Protestierern zu suchen, eine Einigung mit ihnen zu finden und das ?Feuer“ zu l?schen.

10.55 Uhr: In den USA sind mehr als 30 Millionen Menschen arbeitslos geworden. Die Zahl der Erstantr?ge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche bis einschlie?lich 25. April belief sich auf 3,8 Millionen, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte.

Die Arbeitslosenquote k?nnte nun bald bei etwa 19 Prozent liegen, sagte Kevin Hassett, ein Wirtschaftsberater von Pr?sident Trump. Viele Amerikaner verlieren auch ihre Krankenversicherung oder k?nnen sich diese nicht mehr leisten, wenn sie ihren Job verlieren.

6.56 Uhr: Im Streit mit China um den Ursprung der Coronavirus-Pandemie hat Donald Trump am Donnerstag mit neuen Strafz?llen gedroht. Ihm l?gen Informationen vor, die die Annahme rechtfertigten, dass das neuartige Coronavirus aus einem Labor in der chinesischen Stadt Wuhan stamme.

Trump bejahte die Frage eines Journalisten im Wei?en Haus, ob er vertrauenswürdige Beweise gesehen habe, die ihn zu der Annahme veranlassten, dass das Virologische Institut in Wuhan der Ursprung der Coronavirus-Pandemie sei. ?Ja, habe ich“, sagte Trump, fügte aber auf Nachfragen hinzu, er k?nne dazu keine n?heren Angaben machen. ?Das ist etwas, das vor Ort h?tte einged?mmt werden k?nnen, und ich denke, dass es sehr einfach h?tte einged?mmt werden k?nnen.“

Trump will Herkunft des Coronavirus kennen
Trump will Herkunft des Coronavirus kennen

3.32 Uhr: US-Regierungberater und Immunologe Anthony Fauci rechnet im Idealfall im Januar mit einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus – schneller als zu Beginn der Krise von ihm selbst angenommen.

?Ich kann das aber nicht garantieren“, schr?nkte Fauci am Donnerstagabend im US-Sender CNN ein. Es gebe zahlreiche Unsicherheitsfaktoren, die einen Impfstoff verz?gern k?nnten.

Der Immunologe warnte US-Bundesstaaten davor, vorschnell Ma?nahmen gegen die Ausbreitung des Virus zu lockern. In solchen Regionen drohe eine erneute Zunahme von Infektionsf?llen, sagte er CNN. Dann g?be es fast keine Alternative dazu, die Schutzma?nahmen wieder zu versch?rfen.

2.32 Uhr: Das in der Corona-Krise zur Entlastung der Krankenh?user nach New York entsandte Lazarettschiff ?USNS Comfort“ hat den Hafen der Stadt wieder verlassen. Zahlreiche Fahrzeuge und Boote von Polizei und Feuerwehr verabschiedeten das Schiff am Donnerstag, wie Lokalmedien berichteten.

Die ?USNS Comfort“ soll nun in ihren Heimathafen in Norfolk im US-Bundesstaat Virginia zurückkehren und sich auf den n?chsten Einsatz vorbereiten.

Das Schiff mit 1000 Betten und zw?lf Operationss?len hatte am 30. M?rz an der Westseite Manhattans angelegt.

Donnerstag, 30. April: Trump glaubt an komplette Rückkehr zur Normalit?t nach Corona-Krise

17.26 Uhr: Die US-Geheimdienste haben sich gegen Spekulationen gestellt, das neuartige Coronavirus k?nne vom Menschen geschaffen worden sein. Das Büro des gesch?ftsführenden US-Geheimdienstdirektors Richard Grenell erkl?rte am Donnerstag, die US-Geheimdienste würden dem ?wissenschaftlichen Konsens“ zustimmen, ?dass das Covid-19-Virus nicht menschengemacht oder genetisch ver?ndert“ sei.

Zugleich schlossen die US-Geheimdienste nicht aus, dass hinter dem Ausbruch der Lungenerkrankung Covid-19 ein Unfall in einem Labor der chinesischen Stadt Wuhan stehen k?nnte. In der Stadt war das Virus erstmals aufgetaucht war. Die Geheimdienste würden prüfen, ?ob der Ausbruch durch den Kontakt mit infizierten Tieren begann oder aus einem Unfall in einem Labor in Wuhan resultierte“, hie? es in der Erkl?rung.

14.33 Uhr: Seit der Zuspitzung der Coronavirus-Pandemie in den USA im M?rz haben sich mehr als 30 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Die Zahl der Erstantr?ge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche bis einschlie?lich 25. April belief sich auf 3,8 Millionen, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. In den fünf Wochen zuvor hatten bereits 26,4 Millionen Menschen ihren Job verloren.

14.16 Uhr: Die US-Fluggesellschaft American Airlines hat wegen der Corona-Krise ihren ersten Quartalsverlust seit der Rückkehr aus der Insolvenz im Jahr 2013 erlitten. In den drei Monaten bis Ende M?rz fiel unterm Strich ein Minus von 2,2 Milliarden Dollar (2,0 Mrd Euro) an, wie das Unternehmen am Donnerstag im texanischen Fort Worth mitteilte. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte es noch einen Gewinn von 185 Millionen Dollar gegeben. Der Umsatz brach im Jahresvergleich um knapp 20 Prozent auf 8,5 Milliarden Dollar ein.

?Nie zuvor hat unsere Airline oder unsere Branche vor so gro?en Herausforderungen gestanden“, sagte Konzernchef Doug Parker. Die Corona-Pandemie hat den Flugverkehr nahezu zum Erliegen und die Luftfahrtindustrie in eine schwere Finanznot gebracht. Die US-Regierung hat bereits ein gro?es Rettungspaket für die heimischen Fluggesellschaften aufgelegt, aus dem American Airlines 5,8 Milliarden Dollar erhielt. Das Unternehmen verliert derzeit rund 70 Millionen Dollar pro Tag und hat weiteren Mittelbedarf.

13.52 Uhr: Los Angeles bietet allen Einwohnern ab sofort kostenlose Coronavirus-Tests an. Die kalifornische Metropole sei die erste gro?e US-Stadt, die die Tests unabh?ngig vom Vorhandensein von Symptomen zur Verfügung stelle, erkl?rte Bürgermeister Eric Garcetti am Mittwoch im Onlinedienst Twitter. Neben H?ndewaschen und Abstandsregeln seien Tests ?eines der besten Mittel, die wir haben, um die Ausbreitung dieses Virus zu stoppen“, sagte Garcetti bei einer Pressekonferenz.

Angeh?rige der Arbeiterklasse und in Armut lebende Menschen seien ?fter von Infektionen betroffen und wiesen die h?chste Todesrate pro Kopf im Landkreis Los Angeles auf, erkl?rte Garcetti unter Verweis auf einen Bericht der Gesundheitsbeh?rden. ?Das Virus kann jeden treffen, es hat aber nicht für jeden die gleichen Auswirkungen.“ Im Landkreis Los Angeles wurden Garcetti zufolge bis Mittwoch 23.485 Infektionen und 1056 Todesf?lle gemeldet.

Leichen in Transportern in N?he von New Yorker Bestattungsunternehmen gefunden

9.11 Uhr: In der N?he einer Bestattungsfirma in New York sind Medienberichten zufolge Dutzende Leichen in mehreren Transportern gefunden worden. Das Unternehmen im Stadtteil Brooklyn habe die Fahrzeuge angemietet, weil es angesichts der vielen Toten in der Coronavirus-Pandemie keinen Platz mehr in den eigenen R?umen gehabt habe, hie? es.

Au?erdem sei der Kühlraum des Bestatters ausgefallen, schrieb die ?New York Times“ unter Berufung auf die Polizei. Anwohner h?tten diese wegen des Verwesungsgeruchs aus den Lastern alarmiert.

Der Sender CNN berichtete von bis zu 60 Leichen in vier Transportern, ABC von bis zu 100 Toten. Diese seien auf Eis liegend in Leichens?cken in den Fahrzeugen gestapelt worden und sollten einge?schert werden.

Wie viele von ihnen tats?chlich nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben seien, stehe nicht fest. Bestattern sei es angesichts der Krise erlaubt, Tote in Kühllastern aufzubahren. Mindestens einer der Wagen sei aber ungekühlt gewesen. Sp?ter seien die Leichen in einen gekühlten Truck verlagert worden, hie? es weiter.

4.28 Uhr: Tesla-Chef Elon Musk hat über die Corona-Ma?nahmen geschimpft und sie als ?faschistisch“ bezeichnet. Seine Meinung sei, die Menschen würden durch die Ma?nahmen ?in ihren H?usern eingesperrt und ihre Rechte nach der Verfassung verletzt“, schimpfte Musk.

Wer zuhause bleiben wolle, solle nicht gezwungen werden, rauszugehen, schr?nkte er ein. ?Aber den Leuten zu sagen, dass sie ihr Haus nicht verlassen k?nnen, dass sie dann festgenommen werden, das ist faschistisch, das ist nicht demokratisch, das ist nicht Freiheit“, fuhr Musk mit einer verzerrten Darstellung der kalifornischen Ma?nahmen fort.

US-Regierung hat neues Projekt zur Entwicklung eines Impfstoffes gestartet

0.15 Uhr: Viele glauben, dass die Corona-Pandemie das Leben dauerhaft ver?ndern wird. US-Pr?sident Donald Trump geh?rt nicht dazu. Der US-Pr?sident rechnet laut eigener Aussage mit einer 100-prozentigen Rückkehr zur Normalit?t. ?Wir wollen, dass es so wird, wie es war.“ Und dies werde schneller gehen, als viele erwarteten.

Die ?neue Normalit?t“ werde seiner Ansicht nach der Zustand wie vor drei Monaten sein. Er wolle, dass die Stadien bei Baseball- und Football-Spielen wieder voll seien und nicht drei oder vier Sitze zwischen den Zuschauern frei sein müssten. ?Ich m?chte dorthin zurück, wo wir waren. Dort werden wir hinkommen“, betonte er. ?Diese Sache wird vorübergehen.“

Einen Zeithorizont für das Szenario nannte Trump nicht. ?Es k?nnte l?nger dauern.“

Der Pr?sident kündigte auch an, er selbst werde in den kommenden Wochen wieder Reisen im Land unternehmen. Als erstes sei in der kommenden Woche ein Trip nach Arizona geplant.

0.09 Uhr: Die US-Regierung hat Medienberichten zufolge ein Projekt gestartet, um die Entwicklung eines Impfstoffs voranzutreiben. Ziel der ?Operation Warp-Geschwindigkeit“ sei es, Amerikanern bis zum Jahresende Hunderte Millionen Dosen eines Impfstoffs zur Verfügung zu stellen, meldete der Nachrichtensender CNN unter Berufung auf Regierungskreise.

Der Name des Projekts geht auf den fiktiven ?Warp-Antrieb“ in der Serie ?Raumschiff Enterprise“ zurück, das damit im Fernsehen schneller als Lichtgeschwindigkeit fliegen kann.

Der Immunologe und Trump-Berater Anthony Fauci hatte zu Beginn der Krise gesagt, die Entwicklung eines Impfstoffs werde zwischen einem Jahr und 18 Monaten dauern. Damit würde ein Impfstoff nicht für Anfang oder Mitte 2021 zur Verfügung stehen.

Mittwoch, 29. April: Trump h?lt Fleischproduktion in Corona-Krise per Dekret am Laufen

22.36 Uhr: In den USA sind Wissenschaftlern zufolge seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 60.000 Menschen durch eine Infektion mit dem Virus ums Leben gekommen. Das ging am Mittwochnachmittag (Ortszeit) aus den Daten der Universit?t Johns Hopkins in Baltimore hervor.

Die Zahl der best?tigten Infektionen in den USA lag demnach bei 1,03 Millionen - fast ein Drittel der weltweit knapp 3,2 Millionen F?lle. US-Pr?sident Donald Trump hatte noch am 17. April gesagt, seine Regierung rechne mit 60 000 bis 65 000 Toten infolge der Coronavirus-Epidemie in den USA.

Angesichts der schnell steigenden Opferzahlen erscheint es nicht mehr realistisch, dass es bei diesen Zahlen bleibt. Frühere Modelle, die das Wei?e Haus vorgestellt hatte, hatten mindestens 100 000 Tote in den USA vorhergesagt.

19.55 Uhr: Erste Ergebnisse einer klinischen Studie zum Wirkstoff Remdesivir bei der Behandlung von Covid-19-Patienten sind einem ranghohen US-Experten zufolge sehr positiv zu bewerten. Die Resultate müssten noch unabh?ngig geprüft und ver?ffentlicht werden, die Hinweise auf eine deutlich kürzere Krankheitsdauer seien aber vielversprechend, sagte am Mittwoch der Immunologe Anthony Fauci, ein Berater von US-Pr?sident Donald Trump.

Remdesivir habe eine ?signifikante positive Wirkung bei der Verringerung der Zeit bis zur Genesung“ gezeigt, sagte Fauci, der Chef des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten (NIAID) der USA ist. Die internationale klinische Studie mit mehr als 1000 Teilnehmern wurde mit Kontrollgruppen durchgeführt und die Datenerhebung von unabh?ngigen Experten begleitet, wie er weiter erkl?rte.

Patienten, die in Krankenh?usern an der Lungenkrankheit Covid-19 litten und Remdesivir bekamen, waren laut Fauci nach durchschnittlich 11 Tagen wieder genesen, die Patienten der Kontrollgruppe erst nach 15 Tagen. Damit seien jedoch nicht alle Probleme gel?st, sagte Fauci w?hrend eines Treffens im Büro von Pr?sident Trump weiter. Auch die Sterblichkeitsrate sei etwas geringer gewesen, dieses Ergebnis sei aber bislang nicht statistisch signifikant.

Die Lebensmittel- und Arzneimittelbeh?rde (FDA) sei derzeit in Gespr?chen mit dem Arzneimittelhersteller Gilead, um Remdesivir rasch für Patienten in Krankenh?usern verfügbar zu machen, sagte Fauci. Eine formelle Zulassung des Medikaments würde jedoch noch wesentlich l?nger dauern und weitere Studien erfordern. Das ursprünglich gegen das Ebolavirus entwickelte Medikament ist bislang weltweit noch nirgendwo zugelassen. Das Biotech-Unternehmen Gilead erkl?rte in einer Pressemitteilung, man sei sich der ?positiven Daten“ aus der klinischen Studie bewusst, die Kommunikation liege aber beim NIAID. Die Nachrichten zu Remdesivir beflügelten am Mittwoch die B?rsen. Lesen Sie mehr: So l?uft das Rennen um einen Coronavirus-Impfstoff

Trauerfeier mit hunderten orthodoxen Juden in New York aufgel?st

17.18 Uhr: Die für die Entwicklung einer Corona-Warn-App vorgesehenen Unternehmen SAP und Deutsche Telekom sollen entscheiden, welches technische Konzept dabei zum Einsatz kommt. Das berichteten Teilnehmer einer Sondersitzung des Digitalausschusses des Bundestages, bei der am Mittwoch auch Digital-Staatsministerin Dorothee B?r Auskunft gab. Den Angaben zufolge sollen die beiden Konzerne mit Apple und Google ?auf Augenh?he“ darüber sprechen, wann diese die für die Nutzung der App n?tige Schnittstelle bereitstellen. Einen konkreten Zeitplan gebe es aber immer noch nicht. Lesen Sie hier mehr Infos zur geplanten App: So funktioniert der digitale Kampf gegen das Coronavirus

Auch ein Vertrag mit SAP und Telekom sei noch nicht unterzeichnet, hie? es. Nachdem die Bundesregierung in den vergangenen Wochen viel Chaos produziert habe, sollten die beiden Unternehmen jetzt wohl ?die Kohlen aus dem Feuer holen“, sagte der Ausschuss-Vorsitzende, Manuel H?ferlin (FDP) der Deutschen Presse-Agentur.

Warum nun gleich zwei gro?e Tech-Konzerne ins Boot geholt wurden, versteht auch das Ausschussmitglied Uwe Kamann nicht. ?Jedes der beiden Unternehmen ist alleine kompetent genug, ein solches Projekt zu entwickeln“, sagte der fraktionslose Abgeordnete.

Durch ihre unklare Haltung zu einem konkreten Speichermodell habe die Regierung bereits viel wertvolle Zeit verstreichen lassen, kritisierte H?ferlin. Um Datenschutzbedenken zu zerstreuen, hatte sich die Bundesregierung am Wochenende auf ein dezentrales Speichermodell für die App festgelegt.

17.07 Uhr: New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio hat wegen der Coronavirus-Pandemie eine Trauerfeier von hunderten orthodoxen Juden aufl?sen lassen – und dafür viel Kritik geerntet. Der Bürgermeister pers?nlich überwachte am Dienstagabend den Polizeieinsatz im New Yorker Stadtteil Williamsburg, um den Versammlungsverboten im Kampf gegen das Coronavirus Nachdruck zu verleihen. Fernsehbilder zeigten, wie Polizisten die Trauerfeier zu Ehren eines verstorbenen Rabbiners aufl?sten.

De Blasio begründete sein Vorgehen bei Twitter. ?Etwas absolut Inakzeptables ist heute Abend in Williamsburg passiert: eine gro?e Begr?bnisversammlung inmitten dieser Pandemie.“ Was er gesehen habe, werde ?nicht toleriert, solange wir das Coronavirus bek?mpfen“. Er habe die Polizei angewiesen, bei gr??eren Menschenansammlungen strikt durchzugreifen und Teilnehmer gegebenenfalls festzunehmen. ?Es geht darum, diese Krankheit zu stoppen und Leben zu retten. Punkt.“

Das Vorgehen gegen Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft und de Blasios Formulierungen sorgten umgehend für Kritik – zumal es in den vergangenen Monaten in den USA und insbesondere im Gro?raum New York eine Reihe antisemitischer Angriffe gegeben hatte. In New York leben mehr als eine Million Juden. Es ist damit eine der gr??ten jüdischen Gemeinden der Welt.

US-Wirtschaftsleistung um 4,8 Prozent zurückgegangen

14.37 Uhr: Die US-Wirtschaft ist im ersten Quartal wegen der Coronavirus-Pandemie geschrumpft. Die Wirtschaftsleistung ging auf das Jahr hochgerechnet im Vergleich zum Vorquartal um 4,8 Prozent zurück, wie das Handelsministerium am Mittwoch mitteilte.

8.00 Uhr: Die Zahl der Todesopfer in den USA durch das neuartige Coronavirus hat nach Angaben der Johns-Hopkins-Universit?t inzwischen die Zahl der w?hrend des Vietnamkriegs get?teten US-Bürger überschritten.

Mehr als 58.300 Menschen starben in den USA nach einer Infektion mit dem Coronavirus, wie die Universit?t in Baltimore mitteilte. W?hrend des Vietnamkrieges wurden laut dem US-Nationalarchiv 58.220 US-Bürger get?tet.

7.05 Uhr: US-Pr?sident Donald Trump hat angeordnet, dass die Produktion in Fleischfabriken des Landes trotz der Corona-Krise weiterlaufen muss. Trump unterzeichnete am Dienstag ein entsprechendes Dekret, wie das Wei?e Haus mitteilte. Darin wird die Fleischindustrie als wesentlicher Wirtschaftssektor eingestuft, der in nationalen Krisenzeiten weiterlaufen muss.

Mehrere Fleischbetriebe in den USA hatten zuletzt wegen der Ausbreitung des Coronavirus unter ihren Besch?ftigten geschlossen. So schloss der Konzern Tyson Foods seine Anlage in Pasco im westlichen Bundesstaat Washington. Dort werden nach Angaben des Unternehmens normalerweise t?glich Fleischwaren für die Versorgung von vier Millionen Menschen produziert. Lesen Sie dazu auch: Corona-Krise gef?hrdet Lebensmittelversorgung in den USA.

Nach Angaben der Branchengewerkschaft UFCW sind bislang mindestens 20 Besch?ftige der Fleischindustrie nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Mehr als 5000 Besch?ftigte zeigten demnach Symptome der von dem neuartigen Erreger ausgel?sten Lungenkrankheit Covid-19. Die US-Regierung kündigte an, sie werde die Betriebe bei der Verst?rkung ihrer Hygienema?nahmen unterstützen.

Fauci: USA ist l?ngst nicht bereit für Rückkehr zum Profisport

6.07 Uhr: Der Gesundheitsberater von US-Pr?sident Donald Trump sieht die USA in der Corona-Krise noch l?ngst nicht bereit für eine Rückkehr zum Profi-Sport. ?Ich würde gerne alle Sportarten zurück haben k?nnen“, sagte der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, Anthony Fauci, in einem Interview mit der ?New York Times“.

?Aber als ein Gesundheitsbeamter, Arzt und Wissenschaftler muss ich jetzt sagen, wenn man sich das Land anschaut, sind wir dazu noch nicht bereit.“ In manchen Sportarten sei es machbar, das zu schaffen. ?Aber im Moment sind wir es nicht.“

Die gro?en Sport-Ligen sind entweder seit Mitte M?rz unterbrochen oder haben ihren Saisonstart verschoben. Einzige Ausnahme ist die NFL, die erst im September beginnt, aber zumindest die Saisonvorbereitung anders gestalten muss als üblich.

Vor allem in der MLB gibt es zunehmend in der ?ffentlichkeit diskutierte Ideen, wie die Liga ihre Saison spielen k?nnte. Die NBA hatte ihren Teams zuletzt mitgeteilt, dass sie ihren Spielern frühestens am 8. Mai den Zugang zu den Trainingseinrichtungen erlauben dürfen. US-Pr?sident Trump hatte sich zuletzt gewünscht, der Sport in seinem Land solle bald wieder anfangen.

Fauci betonte die Notwendigkeit eines Impfstoffes, um über Zuschauer auf den R?ngen nachdenken zu k?nnen. Aber auch ohne Zuschauer sei es eine schwierige Aufgabe, die Spieler und beteiligten Menschen zu schützen, sagte er. ?Wenn du die Sicherheit nicht garantieren kannst, musst du leider in den sauren Apfel bei?en und sagen: ?Wir müssen in dieser Saison m?glicherweise auf diesen Sport verzichten““, sagte er.

4.12 Uhr: Ein US-Kriegsschiff mit dutzenden am Coronavirus erkrankten Besatzungsmitgliedern ist in den Hafen im kalifornischen San Diego eingelaufen. Die ?USS Kidd“ ist das zweite Schiff der US-Armee, das wegen Corona-F?llen vorübergehend aus dem Verkehr gezogen wird. Auf dem Zerst?rer wurden 47 der 300 Crew-Mitlieder positiv auf das Virus getestet, wie die US-Marine mitteilte. Mehr als die H?lfte der Besatzung war allerdings noch nicht getestet worden.

Das erste von der Pandemie betroffene Schiff der US-Armee war der Flugzeugtr?ger ?USS Theodore Roosevelt“. Das Schiff sitzt weiterhin in der Pazifikinsel Guam fest. Bei 969 der 4800 Besatzungsmitglieder wurde das Coronavirus festgestellt, ein Seemann starb an den Folgen der Infektion.

Die ersten F?lle auf der ?USS Kidd“ waren in der vergangenen Woche festgestellt worden, w?hrend das Schiff auf der Suche nach Drogenschmugglern in der Karibik patrouillierte. Zwei Infizierte wurden daraufhin ans Festland gebracht, 15 weitere auf ein anderes Schiff mit besseren medizinischen Einrichtungen verlegt.

Nach ihrem jetzigen Anliegen in San Diego sollte die ?USS Kidd“ nach Angaben der Marine evakuiert und gründlich gereinigt werden. Die gesamte Besatzung sollte in Quarant?ne untergebracht werden.

Coronavirus in den USA: H?hepunkt der Epidemie laut Trump überwunden

3.16 Uhr: Wegen der Corona-Krise dürfen erstmals lediglich auf Streaming-Plattformen und nicht in Kinos gezeigte Filme am Wettbewerb um die Oscars teilnehmen. Die vorl?ufige Regel?nderung ist auf die n?chste Preisverleihung beschr?nkt, wie die US-Filmakademie mitteilte. Bisher durften sich nur solche Werke am Rennen um die begehrtesten Filmpreise der Welt beteiligen, die mindestens sieben Tage in Kinos von Los Angeles gezeigt werden.

Die Regel?nderung gilt nur für solche Filme von Streamingdiensten, deren Vorführung in Kinos geplant gewesen war, aber abgesetzt wurde. Die Filmtheater von Los Angeles sind seit Mitte M?rz geschlossen. Ihre Wiederer?ffnung ist nicht absehbar. Die Filmakademie betonte, dass sie sich weiterhin der ?Magie“ von Filmvorführungen im Kino verpflichtet sehe. Doch erfordere die Corona-Pandemie eine ?vorübergehende Ausnahme“.

2.59 Uhr: Die USA haben nach Darstellung von Pr?sident Donald Trump das Gr?bste der Corona-Krise überstanden. ?Nun, da unsere Experten glauben, dass die schlimmsten Tage der Pandemie hinter uns liegen, freuen sich die Amerikaner auf eine sichere und schnelle Wiederer?ffnung des Landes“, sagte Trump bei einer Veranstaltung im Wei?en Haus – ausgerechnet, nachdem die Zahl der nachgewiesenen Infektionen in dem Land die Marke von einer Million überschritten hatte.

Es ist nicht das erste Mal, dass Trump davon spricht, der H?hepunkt der Corona-Krise sei überstanden. Schon früh hatte er die Folgen der Epidemie in den USA heruntergespielt und Entwarnung für sein Land gegeben, bevor er eine regelrechte Kehrtwende vollzog und für strenge Anti-Corona-Ma?nahmen pl?dierte. So hatte er beispielsweise Ende Februar prognostiziert, die Zahl der Coronavirus-F?lle werde von damals 15 bald wieder auf ?nahe Null“ zurückgehen.

Dienstag, 28. April: Trump erwartet ?spektakul?re“ Erholung der US-Wirtschaft nach Corona-Krise

21.12 Uhr: US-Pr?sident Donald Trump erw?gt verpflichtende Corona-Tests für aus dem Ausland anreisende Flugpassagiere. ?Wir werden das wahrscheinlich machen“, sagte Trump am Dienstag bei einem Treffen mit dem Gouverneur des Bundesstaates Florida, Ron DeSantis, im Wei?en Haus. ?Wir werden die Entscheidung bald treffen.“

Die Tests sollten im Flugzeug selbst vorgenommen werden, sagte Trump. Auf die Frage, ob ihm Temperaturmessungen oder richtige Corona-Tests vorschweben, antwortete Trump, ?beides“. Als ein m?gliches Land, das von dieser Regelung betroffen sein k?nnte, nannte der Pr?sident Brasilien: ?Brasilien hatte einen ziemlichen Ausbruch.“ Trump nannte auch Südamerika allgemein.

Die USA haben bereits Einreiseverbote für Reisende aus China und Europa verh?ngt. Wie lange die Verbote in Kraft bleiben, ist bislang unklar. In den USA wurden bereits mehr als eine Million Corona-Infektionen und mehr als 57.000 Todesf?lle best?tigt - mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Zahl der Krankenhauspatienten mit Coronavirus in New York sinkt

20.24 Uhr: Im besonders heftig von der Coronavirus-Pandemie betroffenen US-Bundesstaat New York ist die Zahl der neu in Krankenh?usern aufgenommenen Patienten seit dem H?hepunkt des Ausbruchs Anfang April um mehr als 70 Prozent gesunken. Am Montag seien erstmals seit mehr als einem Monat an einem Tag weniger als 1000 Infizierte neu in den Krankenh?usern des Bundesstaats mit rund 19 Millionen Menschen aufgenommen worden, sagte Gouverneur Andrew Cuomo bei seiner t?glichen Pressekonferenz am Dienstag. Am 7. April waren es beispielsweise mehr als 3000 gewesen.

Die Zahl der Todesopfer lag am Montag weiter relativ stabil bei 335. Auf dem H?hepunkt des Ausbruchs starben in New York fast 800 Menschen pro Tag nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Insgesamt sind in New York bereits mehr als 17 000 Menschen gestorben, rund 300 000 haben sich infiziert.Der Bundesstaat sei ?durch die H?lle gegangen und wieder zurückgekommen“, sagte Cuomo. Die Krise habe viele Missst?nde in dem Bundesstaat offenbart, etwa in der Tele-Medizin, der Online-Bildung oder dem Gesundheitssystem. All das müsse nun bedacht werden, wenn an einer Zeit nach der Krise gearbeitet werde.

19.48 Uhr: In den USA sind bereits mehr als eine Million Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Damit sind die Vereinigten Staaten weltweit das Land mit den meisten Coronavirus-Infektionen. über 56.000 Menschen sind an den Folgen der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

19.00 Uhr: Angesichts der Corona-Epidemie in Brasilien prüft die US-Regierung das Verh?ngen eines Einreiseverbots für Menschen aus dem südamerikanischen Land. Eine solche Ma?nahme werde derzeit ernsthaft erwogen, sagte US-Pr?sident Donald Trump am Dienstag im Wei?en Haus bei einem Treffen mit dem Gouverneur des Bundesstaates Florida, Ron DeSantis. Florida hat traditionell viele Flug- und Gesch?ftsverbindungen mit den L?ndern Südamerikas. DeSantis sagte, es sei vielleicht auch m?glich, Passagiere vor ihrem Abflug in die USA mit Hilfe von Schnelltests auf das Coronavirus zu testen.

China reagiert mit drastischen Worten auf Entsch?digungsforderungen der USA

18.47 Uhr: Das US-Repr?sentantenhaus verl?ngert seine Sitzungspause wegen der Corona-Krise nun doch. Am Montag hatte das Büro des Mehrheitsführers der Demokraten im Repr?sentantenhaus, Steny Hoyer, mitgeteilt, die Parlamentskammer werde kommende Woche wieder zusammentreten. Am Dienstag erkl?rte Steny über Twitter jedoch, nach Gespr?chen mit dem medizinischen Dienst des Parlaments sowie anhaltenden Verhandlungen zu den Konjunkturpakten würden die Abgeordneten bis auf Weiteres nicht nach Washington zurückbeordert.

Der Senat wird jedoch ab kommender Woche wieder zusammentreten, wie der Mehrheitsführer der Republikaner, Mitch McConnell, am Montag angekündigt hatte. Er erkl?rte, wenn ?rzte, Lastwagenfahrer und Supermarkt-Mitarbeiter ihre Arbeitspl?tze in der Krise besetzten, müssten das auch Senatoren tun. Der Senat werde seine Arbeitsweisen so modifizieren, dass sie ?sicher“ seien, sagte McConnell. Der Senat wird von US-Pr?sident Donald Trumps Republikanern kontrolliert, das Repr?sentantenhaus von den Demokraten.

11.18 Uhr: China hat mit drastischen Worten auf m?gliche Entsch?digungsforderungen der USA wegen der Corona-Krise reagiert. US-Politiker verbreiteten ?unversch?mte Lügen“ über die Pandemie, sagte der chinesische Au?enamtssprecher Geng Shuang am Dienstag in Peking. Damit wollten sie sich ?vor ihrer Verantwortung für ihre eigenen, schlechten Ma?nahmen zur Vorbeugung und Kontrolle der Epidemie drücken und die ?ffentliche Aufmerksamkeit von sich ablenken“.

US-Pr?sident Donald Trump hatte zuvor gesagt, die USA würden m?glicherweise Entsch?digung von China für die Corona-Pandemie fordern. Seine Regierung prüfe derzeit, wie Peking für die Verbreitung des Coronavirus ?zur Rechenschaft gezogen“ werden k?nne, sagte Trump am Montag. Er ?u?erte sich nicht dazu, welche Entsch?digungssumme seine Regierung verlangen k?nnte. Es handle sich um eine ?sehr substanzielle“ Summe, sagte Trump lediglich.

Trump hat China wiederholt wegen seines Umgangs mit der Verbreitung des Coronavirus scharf kritisiert. Zwischenzeitlich sprach er vom ?chinesischen Virus“, weil der Erreger erstmals in der chinesischen Millionenstadt Wuhan bei einem Menschen festgestellt worden war. Washington wirft Peking vor allem mangelnde Transparenz zu Beginn der Krise vor.

Donald Trump offenbar wiederholt vor Corona-Gefahr gewarnt worden

9.21 Uhr: US-Pr?sident Donald Trump ist einem US-Medienbericht zufolge im Januar und Februar in Geheimdienstbriefings wiederholt vor den Gefahren durch das neue Coronavirus gewarnt worden. über Wochen hinweg sei der Pr?sident in den geheimen Unterrichtungen informiert worden, wie sich das Virus ausbreite, dass China Informationen zur Sterblichkeit und leichten übertragung zurückhalte und welche politischen und wirtschaftlichen Konsequenzen drohten, berichtete die ?Washington Post“ am sp?ten Montagabend unter Berufung auf derzeitige und ehemalige US-Beamte.

Die Beamten sagten der Zeitung demnach, Trump lese die Briefings oft nicht oder beklage sich, dass er sich mündliche Zusammenfassungen anh?ren müsse. In dem Zeitraum im Januar und Februar, in dem er dem Bericht zufolge wiederholt gewarnt wurde, hatte Trump die Gefahren durch das Virus überwiegend relativiert. Zwar schr?nkte er Ende Januar den Reiseverkehr zwischen den USA und China ein, im Februar wies er eine Bedrohung durch das Virus aber weitgehend zurück.

7.31 Uhr: Dank seiner Corona-Briefings hat Donald Trump viele neue Fans gewonnen. Die Mischung aus Eigenlob, Beleidigungen und dem Verbreiten sehr steiler Thesen hat die US-Politik in Zeiten der Corona-Krise nun auch für Menschen interessant werden lassen, die eigentlich nichts mit US-Politik zu tun haben. Auch in den sozialen Netzwerken wird vielfach über Trumps Auftritte diskutiert – mit Sorge, Humor, teils auch mit Fassungslosigkeit

Nun hat die ?New York Times“ untersucht, was Trump in seinen Corona-Briefings im Einzelnen erz?hlt – eine Analyse von mehr als 260.000 W?rtern. Das Ergebnis, stark vereinfacht: Trump spricht vor allem sehr gerne über sich selbst. Lesen Sie hier, was die ?NYT“-Reporter in ihrer Analyse herausgefunden haben: Trump nutzt Corona-Briefings vor allem für Eigenlob

Trump will m?glicherweise Entsch?digungen von China wegen Corona-Pandemie

5.25 Uhr: US-Pr?sident Donald Trump will m?glicherweise Entsch?digungen von China für die Corona-Pandemie einfordern. ?Wir sind nicht glücklich mit China“, sagte Trump am Montagabend (Ortszeit). Seine Regierung habe eine ?ernste Untersuchung“ begonnen, wie es zu der Ausbreitung des Virus habe kommen k?nnen – und wie man China ?zur Rechenschaft“ ziehen k?nne.

Er ?u?erte sich nicht dazu, welche Entsch?digungssumme seine Regierung verlangen k?nnte. Es handle sich um eine ?sehr substanzielle“ Summe, sagte Trump lediglich.Trump hat China wiederholt wegen seines Umgangs mit dem Coronavirus scharf kritisiert. Zwischenzeitlich sprach er vom ?chinesischen Virus“, weil der Erreger erstmals in der chinesischen Millionenstadt Wuhan bei einem Menschen festgestellt worden war. Washington wirft Peking vor allem mangelnde Transparenz zu Beginn der Krise vor.

5.04 Uhr: Trotz verheerender Sch?den durch die Corona-Krise rechnet Donald Trump mit einer rasanten Erholung der Wirtschaft in den USA noch in diesem Jahr. Das dritte, vor allem aber das vierte Quartal würden mit Blick auf das Bruttoinlandsprodukt ?spektakul?r“, kündigte der US-Pr?sident am Montagabend (Ortszeit) an. Auch das kommende Jahr werde ?ph?nomenal“. Trump dr?ngte erneut auf eine baldige Wiederer?ffnung der Wirtschaft in den Vereinigten Staaten – die ?schnell, aber sicher“ erfolgen müsse.

Trumps Wirtschaftsberater Kevin Hassett hatte am Montag im Sender CNBC gesagt, im zweiten Quartal müssten sich die Amerikaner darauf einstellen, dass die US-Wirtschaft so stark wie seit der Weltwirtschaftskrise Ende der 1920er-Jahre nicht mehr schrumpfen werde. In der ersten Mai-Woche k?nne die Arbeitslosenquote auf 16 bis 17 Prozent ansteigen. Im Februar hatte sie noch bei 3,5 Prozent gelegen, dem niedrigsten Stand seit Jahrzehnten. Infolge der Corona-Pandemie haben in den USA inzwischen mehr als 26 Millionen Menschen ihren Job verloren. Trump nahm für sich in Anspruch, bis zur Krise ?die gr??te Wirtschaft in der Geschichte der Welt“ aufgebaut zu haben.

1.09 Uhr: US-Pr?sident Donald Trump hat Spekulationen seines Rivalen Joe Biden über eine m?gliche Verschiebung des Termins für die Pr?sidentschaftswahl wegen der Corona-Krise zurückgewiesen. ?Ich habe nie auch nur daran gedacht, den Wahltermin zu verschieben“, sagte Trump am Montagabend. Das sei ?erfundene Propaganda“, die ein Mitarbeiter des Ex-Vizepr?sidenten Biden in dessen Namen in die Welt gesetzt habe. Der 3. November – der geplante Wahltermin – sei ein gutes Datum. ?Ich freue mich auf diese Wahl.“ Trump verspottete Biden bei der Coronavirus-Pressekonferenz erneut als ?schl?frigen Joe“.

Biden hatte nach Angaben von Journalisten bei einer virtuellen Versammlung zum Spendensammeln am vergangenen Donnerstag gesagt, er glaube, Trump wolle den Wahltermin nach hinten verschieben, weil er denke, dass er nur so gewinnen k?nne.

Montag, 27. April: Coronavirus in den USA – Schrittweise Lockerungen in dieser Woche

21.44 Uhr: Der US-Senat will seine Pause wegen der Corona-Pandemie wie geplant beenden und am kommenden Montag wieder zu regul?ren Sitzungen zusammentreten. ?Wir werden n?chste Woche wieder zusammenkommen“, best?tigte der Mehrheitsführer der Republikaner in der Parlamentskammer, Mitch McConnell, am Montag auf Twitter. Wenn ?rzte, Pflegepersonal, Lastwagenfahrer und Supermarkt-Mitarbeiter ihre Arbeitspl?tze in der Krise besetzten, müssten das auch Senatoren tun. Der Senat und das Repr?sentantenhaus - die andere Parlamentskammer im US-Kongress - hatten wegen der Ausbreitung des Coronavirus eine Sitzungspause bis zum kommenden Montag angekündigt.

Offen ist bislang, ob dann auch das Repr?sentantenhaus wie geplant wieder zu regul?ren Sitzungen zusammenkommt. Die Vorsitzende dieser Kammer, die Demokratin Nancy Pelosi, hat US-Pr?sident Donald Trump wiederholt davor gewarnt, die Schutzma?nahmen zu früh zurückzufahren. Der Republikaner Trump m?chte die von der Krise gebeutelte Wirtschaft m?glichst schnell wieder ?ffnen. Die Bürger in der US-Hauptstadt sind wegen der Ausbreitung des Coronavirus dazu aufgerufen, noch mindestens bis zum 15. Mai m?glichst zu Hause zu bleiben.

McConnell teilte mit, der Senat werde seine Arbeitsweisen so modifizieren, dass sie ?sicher“ seien. ?Aber wir werden unsere verfassungsm??ige Pflicht erfüllen.“ Der Senat wird von den Republikanern kontrolliert, das Repr?sentantenhaus von den Demokraten. In den USA sind inzwischen mehr als 978.000 Infektionen mit dem Coronavirus best?tigt worden. Mehr als 55.000 Menschen kamen infolge einer Infektion ums Leben.

19.36 Uhr: Aus Sorge vor einer weiteren Verbreitung des neuartigen Coronavirus ist die Vorwahl der Demokraten im US-Bundesstaat New York abgesagt worden. Das entschieden die demokratischen Mitglieder des Wahlvorstands des Bundesstaates mit rund 19 Millionen Einwohnern am Montag, wie US-Medien berichteten.

New York ist damit der erste US-Bundesstaat, der die demokratische Vorwahl – zum ersten Mal in seiner Geschichte – ganz absagt. Zahlreiche andere Bundesstaaten haben ihre Vorwahlen bereits verschoben. Die Vorwahl in New York hatte ursprünglich Ende April stattfinden sollen und war dann wegen der Corona-Pandemie zun?chst auf den 23. Juni verschoben worden.

Nach dem Rückzug des linken Senators Bernie Sanders ist der frühere Vizepr?sident Joe Biden der einzige verbliebene Pr?sidentschaftsbewerber der US-Demokraten. Unterstützer von Sanders hatten gefordert, trotzdem eine Abstimmung in New York abzuhalten. ?Was die Sanders-Kampagne wollte, ist im Grunde ein Sch?nheitswettbewerb, der in der Situation einer Gesundheits-Krise unn?tig und sogar frivol erscheint“, sagte der demokratische Co-Vorsitzende des Wahlvorstands, Douglas Kellner. Gouverneur Andrew Cuomo sagte, er werde die Entscheidung des Wahlvorstands nicht hinterfragen.

Lokale und regionale Wahlen im Bundesstaat New York sollen jedoch weiterhin am 23. Juni stattfinden, W?hler sind aufgefordert, wenn m?glich per Briefwahl abzustimmen.

Fast 1000 Crewmitglieder der ?USS Theodore Roosevelt“ positiv auf Coronavirus

19.11 Uhr: Einer neuen Analyse zufolge k?nnten in den USA Tausende Menschen infolge einer Coronavirus-Infektion gestorben sein, die bislang nicht in der offiziellen Statistik gez?hlt worden waren. Von Anfang M?rz bis einschlie?lich 4. April gab es in den USA rund 15.400 Todesf?lle mehr als im gleichen Zeitraum der Vorjahre, wie die ?Washington Post“ am Montag berichtete. In der Zeit waren jedoch offiziell nur 8128 Coronavirus-Todesf?lle gemeldet worden. Die von einem Team der Universit?t Yale für die Zeitung durchgeführte Analyse l?sst jedoch keinen gesicherten Schluss zu, wie viele der rund 7000 zus?tzlichen Todesf?lle mit einer Corona-Infektion zusammenhingen.

Die Daten legten aber nahe, dass die Zahl der Todesopfer ?bedeutend h?her als bisher berichtet“ ist, zitierte die ?Washington Post“ den Yale-Epidemiologen Daniel Weinberger. Es sei wichtig, ein kompletteres Bild der wahren Auswirkungen der Pandemie zu bekommen, um der Politik eine solide Entscheidungsgrundlage zu geben, sagte er.

Viele Menschen, die in dem Zeitraum in den USA Zuhause oder in Altersheimen infolge einer Corona-Infektion starben, wurden nie auf den Erreger getestet. Sie wurden daher auch nicht in den Berichten der Gesundheitsbeh?rden gez?hlt. Die vergleichsweise h?here Todeszahl – Experten sprechen dabei von übersterblichkeit – kann aber auch durch andere Gründe verursacht sein, zum Beispiel weil kranke Menschen aus Furcht vor dem Virus Krankenhausbesuche vermieden oder aufschoben. Auch in mehreren L?ndern Europas wurde infolge der Corona-Pandemie eine im Vergleich zu Vorjahren hohe übersterblichkeit gemeldet.

18.10 Uhr: Fast 1000 Crew-Mitglieder des US-Flugzeugtr?gers ?USS Theodore Roosevelt“ sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Von insgesamt 969 Infizierten seien 14 bereits wieder genesen, erkl?rte die US-Marine am Montag. Sie korrigierte damit Angaben von Samstag, als die Zahl der genesenen Besatzungsmitglieder mit 112 angegeben wurde. Als genesen gelte mittlerweile nur, wer zweimal hintereinander negativ auf das Virus getestet wurde, erkl?rte die Marine. US-Medien hatten vergangene Woche berichtet, dass einige Soldaten nach einem negativen Ergebnis erneut positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet worden seien.

Wegen der Ausbreitung des Virus liegt der nukleargetriebene und hochgerüstete Flugzeugtr?ger vor der Pazifikinsel Guam und wurde inzwischen weitgehend evakuiert. Mehr als 4200 der rund 5000 Besatzungsmitglieder haben das Schiff verlassen.

16.26 Uhr: Führende US-Gesundheitsexperten fordern für den Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie, rund 180.000 zus?tzliche Mitarbeiter einzustellen und leere Hotels in Zentren zur freiwilligen Isolierung m?glicher Erkrankter umzuwandeln. Die Mitarbeiter seien n?tig, weil die Ausbreitung des Virus nur gestoppt werden k?nne, wenn die Kontakte aller Erkrankten nachverfolgt würden, erkl?rten die Experten in einem Schreiben an den US-Kongress.

Die Beh?rden des Gesundheitswesens k?nnten angesichts des Ausma?es der Epidemie des neuartigen Coronavirus ?nur einen Bruchteil“ dessen leisten, was für eine konsequente Nachverfolgung von Kontakten und Isolierung m?glicherweise Infizierter n?tig sei, erkl?rten die Experten. Die n?tigen Schritte beruhten auf bew?hrten Konzepten, müssten nun aber ?in einem bisher nie da gewesenen Ausma?“ durchgeführt werden, bis es eine Corona-Impfung gebe, schrieben sie.

Der Kongress solle daher 46,5 Milliarden Dollar bereitstellen für die n?tigen Neueinstellungen (12 Milliarden Dollar), die Umwandlung von Hotels in freiwillige Isolier-Zentren (4,5 Milliarden Dollar) und einer Zahlung von 50 Dollar pro Tag an alle, die sich isolieren lassen (30 Milliarden Dollar), forderten die Experten.

Die Pandemie unter unter Kontrolle zu bringen, werde der gr??tm?gliche Konjunkturanschub für die US-Wirtschaft sein, hie? es in dem Schreiben. ?Wir fordern den Kongress nachdrücklich auf, diese für die Menschen in Amerika lebenswichtige Investition zu t?tigen.“ Das Parlament hatte zuletzt rund 30 Milliarden Dollar zur Ausweitung von Corona-Tests bewilligt.

13.52 Uhr: In der Coronavirus-Pandemie hat die Sprecherin des Repr?sentantenhauses, Nancy Pelosi, Joe Bidens Pr?sidentschaftskandidatur unterstützt. Die rangh?chste Demokratin sagte in einer Videobotschaft, ihr Parteikollege Biden werde ein ?herausragender“ Staatschef sein, der Amerika wieder aus der Corona-Krise führen werde.

Biden habe seine Wurzeln nie vergessen und setze sich für Amerikaner ein, die Schwierigkeiten h?tten, ihre Krankenversicherung oder andere Rechnungen zu zahlen, sagte Pelosi. Angesichts der Epidemie des neuartigen Coronavirus sei Biden eine Stimme der ?Vernunft und der Widerstandsf?higkeit“. Er zeichne einen klaren Weg auf, ?um uns aus dieser Krise herauszuführen“, sagte Pelosi weiter.

Mitte April hatte bereits der frühere Pr?sident Barack Obama seinem einstigen Vize Biden seine Unterstützung ausgesprochen. Biden (77), der von 2009 bis 2017 Obamas Vizepr?sident war, ist inzwischen der designierte Pr?sidentschaftskandidat der Partei, obwohl die Vorwahlen noch nicht abgeschlossen sind. Offiziell soll Biden dann bei einem Parteitag im Sommer nominiert werden. Im November steht dann die Wahl gegen Amtsinhaber Donald Trump an.

Microsoft-Gründer kritisiert Trump-Regierung

7.05 Uhr: Der Microsoft-Gründer und Milliard?r Bill Gates hat der US-Regierung schwere Vers?umnisse im Umgang mit der Corona-Krise vorgeworfen. ?Gerade in den Vereinigten Staaten hatte das Testen nicht die n?tige Priorit?t“, sagte der Mitgründer des Technologiekonzerns Microsoft der ?Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Montagsausgabe).

Gates, der sich mit seiner Stiftung unter anderem im Kampf gegen das Coronavirus engagiert, bem?ngelte, dass die Regierung in Washington keine klaren Anweisungen bei der Frage der Lockerung von Restriktionen im ?ffentlichen Leben gebe. Er beklagte zudem, dass die USA sich heute weniger an der Entwicklung globaler L?sungsans?tze rund um den Gesundheitsnotstand beteiligten, als dies früher der Fall gewesen sei.

4.16 Uhr: Nach ersten umstrittenen Lockerungen der Eind?mmungsma?nahmen im US-Bundesstaat Georgia ziehen diese Woche weitere Staaten nach. In Tennessee sollen am Montag Restaurants unter bestimmten Bedingungen für G?ste ?ffnen, am Mittwoch soll es Bewegung im Einzelhandel geben. Zudem soll am Donnerstag in Texas die Anordnung, dass Bürger weitgehend zu Hause bleiben müssen, auslaufen, wie US-Medien berichteten. In einigen Teilen des besonders heftig von der Pandemie betroffenen US-Bundesstaates New York k?nnten erste Unternehmen ab Mitte Mai wieder ?ffnen, sagte Gouverneur Andrew Cuomo.

Die Beraterin von US-Pr?sident Donald Trump, die ?rztin Deborah Birx, machte allerdings deutlich, dass noch lange nicht an Normalit?t zu denken sei. Pr?sident Donald Trump verzichtete am Wochenende auf seine Corona-Pressekonferenzen.

0.11 Uhr: US-Pr?sident Donald Trump und der franz?sische Staatschef Emmanuel Macron haben über die Corona-Krise beraten. Nach Darstellung des Wei?en Hauses ?u?erten beide am Sonntag die Hoffnung auf ein baldiges Treffen der Vetom?chte des UN-Sicherheitsrates, um über das Vorgehen in der Pandemie zu diskutieren. ?Pr?sident Trump und Pr?sident Macron waren sich über die Notwendigkeit einig, die Weltgesundheitsorganisation zu reformieren“, erkl?rte die Regierungszentrale in Washington weiter. Von franz?sischer Seite gab es zun?chst keine Informationen über die Inhalte des Gespr?chs.

Sonntag, 26. April 2020: Coronavirus-Krise – Brad Pitt nimmt Trump auf die Schippe

21.16 Uhr: Der Gouverneur des besonders von der Corona-Pandemie betroffenen US-Bundesstaates New York hat einen stufenweisen Plan für die Rückkehr zur Normalit?t angekündigt. ?Wir wollen die Wirtschaft wieder hochfahren“, sagte Andrew Cuomo am Sonntag bei seiner t?glichen Pressekonferenz, ?aber wir müssen dabei behutsam und intelligent vorgehen.“ Firmen sollen zum Beispiel sicherstellen, dass in ihren Büros und Fabriken Abstandsregeln eingehalten werden k?nnen und dass sie genügend Atemmasken für ihre Angestellten haben.

Brad Pitt schlüpft in Rolle des Virus-Experten Anthony Fauci

18.10 Uhr: Brad Pitt ist in die Rolle des führenden Virus-Experten der US-Regierung, Anthony Fauci, geschlüpft und hat dabei Pr?sident Donald Trump auf die Schippe genommen. Für die Show ?Saturday Night Live“ verpasste sich Pitt graue Haare, Anzug, Brille und imitierte Faucis New Yorker Akzent sowie dessen etwas rauchige Stimme.

In Bezug auf Trumps frühere ?u?erung, wonach das neuartige Coronavirus wie ein Wunder einfach wieder verschwinden werde, sagte der falsche Fauci: ?Ein Wunder w?re toll. Wer mag schon keine Wunder, aber ein Wunder sollte nicht der Plan A sein.“

Der wahre Fauci, der 79 Jahre alte Chef des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, hatte vor Kurzem auf die Frage, von wem er gerne in einem Hollywood-Film gespielt würde, geantwortet: Brad Pitt natürlich. Fauci nimmt als Experte h?ufig an den Coronavirus-Pressekonferenzen des Pr?sidenten teil und wird dabei für sein nüchternes Auftreten gesch?tzt. Er scheut sich auch nicht, Aussagen des Pr?sidenten einzuordnen oder ihnen zu widersprechen.

Brad Pitt als Dr. Fauci bei ?Saturday Night Live“

Zu Trumps Aussage, dass es ?sehr bald“ eine Impfung gegen das Coronavirus geben werde, sagte Pitt in Faucis Stimme, das sei zutreffend, wenn man die gesamte Geschichte des Planeten Erde als Ma?stab heranziehe. Experten rechnen frühestens Mitte n?chsten Jahres mit einem Impfstoff.

Pitt nahm zum Ende der Show-Einlage die Perücke ab und wandte sich an Fauci: ?Danke für Ihre Besonnenheit und Ihre Klarheit in dieser beunruhigenden Zeit.“ Der Schauspieler dankte auch den Mitarbeitern des Gesundheitswesens und deren Familien.

16.32 Uhr: US-Pr?sident Donald Trump hatte zuletzt in seinen Corona-Briefings ein Eigentor nach dem anderen geschossen. Wichtige Berater empfahlen ihm daraufhin dringend den Rückzug. Ist das das Ende von Trumps t?glicher Corona-Show?

4.19 Uhr: Infolge der ?u?erungen von Trump über m?gliche Desinfektionsmittel-Injektionen gegen das Coronavirus hat die Giftzentrale im US-Bundesstaat Illinois eine Zunahme an Notrufen verzeichnet. In den vergangenen zwei Tagen habe es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen ?signifikanten Anstieg“ der Anrufe im Zusammenhang mit Reinigungsmitteln gegeben, sagte die Direktorin des Gesundheitsamtes. Beispielsweise sei mit einer Mischung aus Bleichmittel und Mundwasser gegurgelt worden, ?in einem Versuch, das Coronavirus zu t?ten“. Sie warnte eindringlich vor der Einnahme von Haushaltsreinigern.

3.57 Uhr: US-Pr?sident Donald Trump ist der Ansicht, seine t?glichen Pressekonferenzen zur Corona-Krise seien seine Zeit nicht wert. Die Medien würden ?Rekord-Einschaltquoten erhalten und das amerikanische Volk bekommt nichts als Fake News“, schrieb der Pr?sident bei Twitter. ?Das ist die Zeit und Mühe nicht wert!“

Hintergrund sind Trumps ?u?erungen über m?gliche Desinfektionsmittel-Injektionen für Corona-Patienten, die vor zwei Tagen für Fassungslosigkeit und Spott gesorgt haben. ?Was ist der Zweck von Nachrichtenkonferenzen im Wei?en Haus, wenn die Lamestream-Medien nichts als feindselige Fragen stellen und sich dann weigern, die Wahrheit oder Fakten genau zu berichten“, schrieb Trump weiter. Dabei lie? er ein Wortspiel mit den von ihm verachteten ?Mainstream-Medien“ nicht aus.

Mit seinem Tweet schien Trump Medienberichte zu best?tigen, wonach er aus Frustration über Fragen zu seinem Umgang mit der Coronavirus-Pandemie erw?ge, die manchmal mehr als zwei Stunden langen t?glichen Pressekonferenzen zu beenden.

Samstag, 25. April 2020: Trump bietet Deutschland Beatmungsger?te an

20.44 Uhr: Der besonders heftig von der Corona-Pandemie betroffene US-Bundesstaat New York will die Zahl der Virus-Tests drastisch erh?hen. ?Ab heute dürfen alle Apotheken Tests vornehmen“, sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Samstag bei seiner t?glichen Pressekonferenz. Damit würden auf einen Schlag 5000 neue Test-Orte verfügbar. Bisher überprüft New York laut Cuomo rund 20 000 Menschen t?glich, das ist mehr als jeder andere US-Bundesstaat. Cuomo will diese Zahl nun auf 40 000 verdoppeln.

19.08 Uhr: In den USA hat eine Frau ein Baby bekommen, w?hrend sie wegen schwerer Corona-Symptome im Koma lag. Das best?tigte das Winthrop-Krankenhaus im Bundesstaat New York, wo die 41-J?hrige behandelt worden war, am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. ?Es war die beste Medizin, die ich bekommen konnte“, sagte die Mutter nun der ?New York Post“. Die Zeitung hatte zuerst über die ungew?hnliche Geburt berichtet. Inzwischen ist die 41-J?hrige wieder zu Hause.

Die Frau war nach Angaben der Klinik im sechsten Monat schwanger, als sie am 5. April mit starkem Husten in das Krankenhaus gebracht wurde. Ihr Zustand verschlechterte sich, die ?rzte versetzten sie in ein künstliches Koma. Am 8. April beschlossen sie, das Kind per Kaiserschnitt zur Welt zu bringen. ?Wir entschieden, das Baby zu holen, um den Sauerstoffbedarf der Mutter zu senken“, sagte die behandelnde ?rztin der ?New York Post“. Am 10. April erwachte die Mutter aus dem Koma – just an ihrem 41. Geburtstag. Ihre kleine Tochter wurde sp?ter negativ auf das Coronavirus getestet.

Corona-Krise in den USA: Niedrigste Zahl an Toten seit einer Woche

9.44 Uhr: In den USA w?chst der Druck, den wegen eines Brandbriefs zu Coronavirus-F?llen an Bord des Flugzeugtr?gers ?USS Theodore Roosevelt“ gefeuerten Kommandanten Brett Crozier wieder einzustellen. Nach Medienberichten sprachen sich sowohl der amtierende Marine-Staatssekret?r James McPherson als auch Marine-Einsatzleiter Admiral Michael Gilday dafür aus, Crozier wieder als Kapit?n des Flugzeugtr?gers einzusetzen.

Crozier war Anfang April gefeuert worden, nachdem ein Brief an die Marineführung ?ffentlich geworden war, in dem er wegen einer Reihe von Coronavirus-F?llen auf dem Schiff Alarm geschlagen hatte. Der damalige Marine-Staatssekret?r Thomas Modly hatte dem Kapit?n daraufhin ?schlechtes Urteilsverm?gen“ und Panikmache vorgeworfen und sich in einer Ansprache an die Schiffsbesatzung ver?chtlich über Crozier ge?u?ert. Kurz darauf musste Modly selbst nach Kritik an seinen ?u?erungen zurücktreten.

Verteidigungsminister Esper hatte sich nach dem Corona-Ausbruch zun?chst geweigert, die vor der Pazifikinsel Guam liegende ?USS Theodore Roosevelt“ zu evakuieren. Schlie?lich wurde dann doch ein Gro?teil der 4800 Mann z?hlenden Besatzung an Land gebracht. Inzwischen wurde die gesamte Besatzung auf das Coronavirus getestet. 840 Crewmitglieder, darunter Crozier selbst, infizierten sich. Ein Seemann starb.

5.32 Uhr: Die USA haben die niedrigste Zahl neuer Corona-Toter seit knapp drei Wochen gemeldet. Nach Z?hlung der Johns-Hopkins-Universit?t am Freitagabend starben innerhalb eines Tages 1258 weitere Menschen an der durch das neuartige Coronavirus ausgel?sten Lungenkrankheit Covid-19. Die Gesamtzahl der US-Todesopfer stieg demnach auf rund 51.000. Rund 890.000 Menschen haben sich mit dem Virus infiziert.

Trotz des starken Rückgangs der Zahl der Toten von 3176 am Donnerstag warnen Gesundheitsexperten vor verfrühter Hoffnung: Ein Trend sei erst zu beobachten, wenn ein dauerhafter Rückgang der Infektions- und Todesf?lle erkennbar ist.

1.50 Uhr: Donald Trump hat Deutschland in der Corona-Krise nach eigenen Angaben Beatmungsger?te angeboten. Die USA h?tten inzwischen einen überschuss dieser Ger?te, sagte Trump am Freitagabend (Ortszeit) im Wei?en Haus.

Seine Regierung habe zugesagt, Beatmungsger?te nach Mexiko, Honduras, Indonesien, Frankreich, Spanien und Italien zu schicken – ?und wir werden (sie) wahrscheinlich nach Deutschland schicken, sollten sie sie brauchen“. Trump hatte in der Krise ein Gesetz aus Kriegszeiten aktiviert, um Unternehmen zur Produktion von Hilfsmitteln zwingen zu k?nnen. US-Konzerne haben zugesagt, im Kampf gegen das Coronavirus Zehntausende Beatmungsger?te herzustellen.

Freitag, 24. April 2020: Weiteres Milliarden-Konjunkturpaket unterzeichnet

22.53 Uhr: Die US-Bürger sollen im November einen neuen Pr?sidenten w?hlen, doch der Wahlkampf ist in der kontaktbeschr?nkten Corona-Krise eingefroren. Da hat sich auch der designierte Pr?sidentschaftskandidat der Demokraten, Joe Biden, auch mal wieder zu Wort gemeldet und sich fassungslos über die ?u?erungen von Pr?sident Donald Trump zu Desinfektionsmitteln als m?glicher Corona-Behandlungsmethode gezeigt. ?Ich kann nicht glauben, dass ich das sagen muss, aber bitte trinkt kein Bleichmittel“, schrieb der frühere Vizepr?sident am Freitag im Kurzbotschaftendienst Twitter.

20.31 Uhr: Aufatmen in New York: Die Anstieg bei den Zahlen der Corona-Toten und Corona-Infizierten verlangsamt sich weiter. Am fünften Tag in Folge lag die Zahl der binnen 24 Stunden Gestorbenen am Freitag bei unter 500 – mit 422 Todesopfern sank die Zahl im US-Bundesstaat an der Ostküste auf den tiefsten Wert seit drei Wochen. Das teilte Gouverneur Andrew Cuomo am Freitag bei seiner t?glichen Pressekonferenz mit.

Insgesamt sind mehr als 16.000 Menschen in New York gestorben. In den Hochzeiten vor noch wenigen Tagen gab es t?glich knapp 800 Opfer.

19.49 Uhr: Erst ermuntert er Forscher, Menschen Desinfektionsmittel zu spritzen, dann rudert er nach viel Kritik zurück: Donald Trump will seine umstrittenen ?u?erungen zu m?glichen Therapieans?tzen gegen das Coronavirus als Sarkasmus verstanden wissen.

?Ich habe Reportern (...) sarkastisch eine Frage gestellt, nur um zu sehen, was passieren würde“, sagte Trump am Freitag im Wei?en Haus in Washington. ?Ich dachte, das w?re klar.“

Trump gab an, er habe keineswegs Amerikaner dazu aufrufen wollen, Desinfektionsmittel zu sich zu nehmen. Er habe lediglich eine ?sehr sarkastische“ Frage an eine ?feindliche Gruppe“ von Reportern gestellt. Lesen Sie hier die ganze Geschichte: Bleiche gegen Corona spritzen? Trump spricht von Sarkasmus

Trump will Desinfektions-?u?erung nur "sarkastisch" gemeint haben
Trump will Desinfektions-?u?erung nur sarkastisch gemeint haben

19.37 Uhr: Donald Trump hat am Freitag ein weiteres Konjunkturpaket zur Bew?ltigung der Corona-Krise unterzeichnet. Das Paket, auf das sich Republikaner und Demokraten im Kongress nach tagelangen Verhandlungen geeinigt hatten, sieht Hilfen in H?he von 484 Milliarden US-Dollar vor.

Der Kongress hatte im M?rz bereits ein Konjunkturprogramm in H?he von rund 2,2 Billionen Dollar beschlossen, um die schwer geplagte US-Wirtschaft zu stützen. In fünf Wochen haben mehr als 26 Millionen Menschen ihren Job verloren.

Mit dem neuen Paket soll ein bestehendes Kreditprogramm für kleine und mittlere Unternehmen um rund 320 Milliarden Dollar aufgestockt werden. Mit den Krediten, die sp?ter erlassen werden k?nnen, soll der Anstieg der Arbeitslosigkeit in den USA begrenzt werden.

Für ein weiteres Kreditprogramm sollen rund 60 Milliarden Dollar zur Verfügung gestellt werden, zudem 75 Milliarden Dollar für das Gesundheitswesen und weitere 25 Milliarden Dollar für Coronavirus-Tests und weitere Forschung zu dem Thema.

17.38 Uhr: Die Zahl der Corona-Toten in den USA hat die Schwelle von 50.000 überschritten. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universit?t vom Freitag starben in dem Land inzwischen mehr als 50.030 Menschen an den Folgen von Covid-19.

Die USA sind bereits seit einiger Zeit mit gro?em Abstand das Land mit den meisten best?tigten Infektionen und Todesopfern weltweit.

Trump schl?gt vor, Menschen Desinfektionsmittel zu spritzen

14.53 Uhr: Der britische Konsumgüterkonzern Reckitt Benckiser hat vor der Einnahme von Desinfektionsmitteln zur Behandlung des Coronavirus gewarnt. ?Unter keinen Umst?nden“ sollten Desinfektionsmittel in den menschlichen K?rper verabreicht werden – weder durch Einnahme oder Injektion noch auf irgendeine andere Weise, erkl?rte das Unternehmen, zu dessen Marken Sagrotan geh?rt, am Freitag.

Der Hinweis wurde nach ?u?erungen von US-Pr?sident Donald Trump ver?ffentlicht, der am Donnerstagabend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz im Wei?en Haus Forscher unter anderem dazu ermuntert hatte, M?glichkeiten zu prüfen, Menschen direkt Desinfektionsmittel zu spritzen.

12.53 Uhr: Der US-Bundesstaat Hawaii greift gegen Einreisende durch, die sich nicht an die vorgeschriebene 14-t?gige Quarant?ne des beliebten Urlaubsdomizils halten. 19 Personen seien nach Verst??en gegen die strengen Ausgangsbeschr?nkungen bereits auf Staatskosten zurück zum jeweiligen Ausgangsflughafen bef?rdert worden, teilten die ?rtlichen Beh?rden mit.

Hawaiis Tourismusbeh?rde habe 25.000 US-Dollar (umgerechnet rund 23.200 Euro) zu diesem Zweck bereitgestellt. Der Rückflug werde von den Beh?rden bezahlt, wenn Betroffene es sich nicht leisten k?nnten.

Wegen der Coronavirus-Pandemie hatte Hawaii Ende M?rz eine 14-t?gige Quarant?ne für alle Flugreisenden eingeführt. Die Isolierung gilt gleicherma?en für Urlauber und für Bewohner der Inselgruppe im Zentralpazifik. Alle Personen, die mit dem Flugzeug anreisen, müssen sich für zwei Wochen in Quarant?ne begeben. Nur für medizinische Zwecke darf die Behausung verlassen werden. Verst??e k?nnen mit einem Bu?geld von bis zu 5000 Dollar, einer Haftstrafe von bis zu einem Jahr oder mit beidem geahndet werden.

Im Bundesstaat Hawaii leben rund 1,5 Millionen Menschen. Zudem halten sich normalerweise Zehntausende Touristen auf den Inseln auf. Die ?rtlichen Gesundheitsbeh?rden haben bislang 596 best?tigte F?lle von Sars-CoV-2-Infektionen gemeldet, 12 Infizierte starben.

8.09 Uhr: Trump hat mit eigenwilligen Ideen für m?gliche Therapieans?tze gegen das Coronavirus für Aufsehen gesorgt. Bei seiner t?glichen Pressekonferenz im Wei?en Haus ermunterte der US-Pr?sident Forscher unter anderem dazu, M?glichkeiten zu prüfen, Menschen direkt Desinfektionsmittel zu spritzen. Au?erdem sinnierte er über Optionen, starkes Licht ?in den K?rper“ zu bringen, um Infektionen zu behandeln.

6.25 Uhr: Das Volumen der Staatshilfen im Kampf gegen die Corona-Krise schwillt weiter gigantisch an. Der Kongress in Washington hat ein weiteres Hilfspaket auf den Weg gebracht. Es hat ein Volumen von fast einer halben Billion Dollar und soll vor allem kleine und mittelgro?e Unternehmen unterstützen.

Die Gesamtsumme der US-Staatsprogramme gegen die Krise w?chst damit auf mehr als 2,5 Billionen Dollar. Das neue Hilfspaket ist bereit das vierte, dass die Vereinigten Staaten verabschieden. Es wurde im Repr?sentantenhaus nahezu einstimmig verabschiedet.

Trump legt sich mit ?konomen an: ?Sie haben keine Ahnung“

0.53 Uhr: Trump hat im Wei?en Haus auf die Frage eines Journalisten, bis wann sich die US-Wirtschaft den ?konomen der Regierung zufolge wieder stabilisieren würde, geantwortet: ?Ich kenne mich gut aus mit ?konomen. Und die Antwort ist: Sie haben keine Ahnung. Ich kenne mich so gut aus wie jeder andere. Und ich denke, unsere Wirtschaft wird anfangen, sich sehr deutlich zu erholen, sobald die Bundesstaaten wieder ?ffnen.“

0.43 Uhr: Die US-Regierung sieht Fortschritte bei der Eind?mmung der Epidemie. Es gebe vielversprechende Zeichen des Fortschrittes, sagte US-Vizepr?sident Mike Pence. ?Wir glauben, dass wir bis zum Frühsommer als Nation deutlich besser dastehen k?nnten – mit einem Gro?teil dieser Coronavirus-Epidemie hinter uns.“ An vielen Orten im Land gingen die Infektionszahlen zurück, ebenso die Zahl der Menschen, die wegen einer Infektion ins Krankenhaus eingeliefert werden müssten, sagte Pence.

16 Bundesstaaten h?tten bereits Pl?ne für eine Lockerung der virusbedingten Beschr?nkungen im ?ffentlichen Leben ver?ffentlicht. Das sei ermutigend. Er mahnte jedoch, die Ma?nahmen zur Eind?mmung der Epidemie müssten zun?chst fortgesetzt werden.

0.40 Uhr: Der voraussichtliche Pr?sidentschaftskandidat der US-Demokraten, Joe Biden, hofft trotz der Corona-Krise auf ein Rededuell mit Amtsinhaber Donald Trump. ?Ich kann es kaum erwarten, mit Donald Trump zu debattieren“, sagte der frühere Vizepr?sident bei einer Videokonferenz mit Unterstützern seiner Partei. Angesichts der Pandemie sei er auch zu einem Online-Schlagabtausch bereit: ?Egal ob Zoom, Skype, Hangouts oder pers?nlich – jederzeit und wo immer er m?chte.“ Biden steht nach dem Rückzug seines Rivalen Bernie Sanders als Pr?sidentschaftskandidat der Demokraten bereits so gut wie fest.

Donnerstag, 23. April 2020: Dramatischer Wirtschaftseinbruch in den USA durch Corona-Krise wahrscheinlich

22.19 Uhr: US-Pr?sident Donald Trump will die US-Wirtschaft m?glichst rasch wieder vom Joch der Corona-Beschr?nkungen befreien - doch jetzt bremst er sogar einen republikanischen Gouverneur aus. Die angekündigten Lockerungen im Bundesstaat Georgia ab diesem Freitag k?men ?zu früh“, sagte der Republikaner am Mittwochabend (Ortszeit) im Wei?en Haus. ?Sicherheit muss Vorrang haben.“ Unterdessen warnten seine Berater schon vor einer zweiten Coronavirus-Epidemie im Herbst. Sie forderten daher alle Amerikaner auf, sich im Interesse des Gemeinwohls dieses Jahr gegen die Grippe impfen zu lassen.

19.39 Uhr: Im besonders heftig von der Corona-Pandemie betroffenen US-Bundesstaat New York haben sich den vorl?ufigen Ergebnissen einer ersten Antik?rper-Studie zufolge bislang rund 14 Prozent der Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert. Für die Studie seien rund 3000 Menschen, die in 40 Superm?rkten in 19 Landkreisen einkauften, zuf?llig ausgew?hlt und auf Antik?rper getestet worden, sagte Andrew Cuomo, Gouverneur des Bundesstaates an der US-Ostküste mit rund 19 Millionen Einwohnern, am Donnerstag bei seiner t?glichen Pressekonferenz.

Bei 13,9 Prozent der Getesteten im Bundesstaat New York und sogar rund 20 Prozent der Getesteten in der gleichnamigen Millionenmetropole seien Antik?rper gefunden worden, sie seien also mit dem Virus in Berührung gekommen, selbst wenn sie nie Krankheitssymptome hatten. Das k?nnte Cuomo zufolge bedeuten, dass rund 2,7 Millionen Menschen im Bundesstaat New York bereits eine Infektion mit dem Virus überstanden haben. Cuomo betonte allerdings, die Zahlen seien vorl?ufig und beruhten nur auf der relativ kleinen Testgruppe von 3000 Menschen, die zudem nicht diejenigen beinhalte, die derzeit das Haus nicht verlie?en.

USA: 4,4 Millionen Erstantr?ge auf Arbeitslosenhilfe in einer Woche

18.00 Uhr: Der ?lteste Bruder von US-Senatorin Elizabeth Warren, Don Reed, ist infolge einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Warren dankte am Donnerstag auf Twitter dem medizinischen Personal, das sich um ihren Bruder gekümmert hatte. ?Aber es ist schwer zu wissen, dass es keine Familie gab, die ihm die Hand hielt oder ihm noch einmal ?Ich liebe dich“ sagte - und keine Beerdigung für diejenigen von uns, die ihn liebten.“ Die Zeitung ?Boston Globe“ berichtete, Don Reed sei 86 Jahre alt geworden. Warren hatte sich um die Pr?sidentschaftskandidatur der Demokraten beworben, sich im M?rz nach erfolglosen Vorwahlen jedoch aus dem Verfahren zurückgezogen.

Die 70-j?hrige Senatorin schrieb, Reed sei bereits am Dienstagabend infolge einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Sie berichtete, ihr Bruder sei im Alter von 19 Jahren zur US-Luftwaffe gegangen und habe auch im Vietnam-Krieg gek?mpft. ?Er war charmant und lustig, ein natürlicher Anführer.“ An die Adresse ihres Bruders fügte sie hinzu: ?Ich werde Dich sehr vermissen.“

14.51 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie haben in den USA die fünfte Woche in Folge Millionen Menschen einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt. In der Woche bis zum 18. April wurden 4,4 Millionen Neuantr?ge registriert, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Damit haben innerhalb eines Monats mehr als 26 Millionen Menschen ihren Job verloren. Allein in der Vorwoche hatten 5,2 Millionen Menschen einen Erstantrag auf Unterstützung gestellt.

Die Erstantr?ge gelten als Indikator für die kurzfristige Entwicklung des Arbeitsmarkts in der gr??ten Volkswirtschaft der Welt. Sie deuten inzwischen auf einen dramatischen Wirtschaftseinbruch infolge der Corona-Krise hin. Bis zum M?rz hatte die Zahl der Erstantr?ge noch regelm??ig unter 100.000 pro Woche gelegen.

14.00 Uhr: Wir starten unser neues Newsblog. Lesen Sie die Entwicklungen in den USA in den vergangenen Tagen in der Coronavirus-Krise in unserem alten Newsticker.

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