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Coronavirus: R?tselhafte Symptome bei Kindern entdeckt

Coronavirus: Symptome und übertragungswege

Wie wird das Coronavirus übertragen und unter welchen Symptomen leiden Infizierte?

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In mehreren europ?ischen L?ndern gibt es Kinder, die Symptome des Kawasaki-Syndroms zeigen. Wurde es durch das Coronavirus ausgel?st?

Genf. 
  • Bei mit dem Coronavirus infizierten Kindern wurde zuletzt in Europa ungew?hnlich h?ufig das Kawasaki-Syndrom beobachtet
  • Das Syndrom, das vor allem durch entzündete Blutgef??e zutage tritt, verursacht mehrere starke Symptome
  • Lesen Sie hier, wo das Kawasaki-Syndrom beobachtet wurde, wie es sich ?u?ert und ob es auch für Erwachsene gef?hrlich ist

Entzündete Blutgef??e, Fieber und oftmals Hautausschlag – Kinder in mehreren europ?ischen L?ndern zeigen Symptome, die dem sogenannten Kawasaki-Syndrom ?hneln. Bei einigen der Kinder wurde zugleich das Coronavirus nachgewiesen.

Auch in Deutschland gibt es Kinder, bei denen diese ungew?hnlich schweren Erkrankungen festgestellt wurden. Nach Angaben von Reinhard Berner vom Uniklinikum Dresden wurden hier mindestens zwei F?lle gemeldet. Es sei aber noch unklar, ob es einen Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gibt, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. ?Denkbar ist es durchaus“, fügte er hinzu.

Kawasaki-Syndrom – wie sehen Symptome und Verlauf aus?

Pl?tzlich auftretendes, hohes Fieber, Hautausschlag, Bindehautentzündung, R?tung des Rachens und des Mundes), geschwollene H?nde und Fü?e sowie vergr??erte Lymphknoten am Hals treten bei Erkrankten auf. Im Verlauf der Erkrankung kann es zu Herzproblemen kommen. Ansteckend ist die Krankheit nicht.

Die erste Phase, die akute Phase genannt wird, dauert bis zu zehn Tage. Bis zur vollst?ndigen Genesung kann es Monate dauern, wobei Erkrankte auf dem Weg zur Besserung oft von erh?hter Müdigkeit heimgesucht werden.

Tritt das Kawasaki-Syndrom auch bei Erwachsenen auf?

Bei Erwachsenen tritt das Kawasaki-Syndrom ?u?erst selten auf. Vielmehr sind die meisten Erkrankten Kinder im Alter unter fünf Jahren.

Das Syndrom wird nicht als Erbkrankheit angesehen, es wird jedoch vermutet, dass es eine genetische Veranlagung bei Erkrankten gibt.

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Coronavirus bei Kindern: Immunreaktion wahrscheinlich

In der Universit?tsklinik Genf wurden seit Beginn der Corona-Epidemie drei Kinder mit solchen schweren Entzündungen behandelt. Ein Kind sei genesen und entlassen wurden, eines befinde sich auf der Normal- und eines auf der Intensivstation, sagte eine Sprecherin. Das Alter der Kinder konnte sie nicht nennen.

Nach Angaben des Schweizer Corona-Beauftragten Daniel Koch handelt es sich wahrscheinlich um eine Immunreaktion auf eine Infektion mit dem Coronavirus. ?Das Virus l?st einen Entzündungssturm aus, eine überreaktion des Immunsystems“, sagte der Genfer Kantonsarzt Jacques-André Romand.

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Auch aus Italien und Spanien wurden F?lle gemeldet. In Gro?britannien hat der nationale Gesundheitsdienst (NHS) Krankenh?user auf etwa zwei Dutzend schwer kranke Kinder aufmerksam gemacht. Viele, aber nicht alle seien positiv auf das neue Virus Sars-CoV-2 getestet worden. Die Gesellschaft für Intensivpflege von Minderj?hrigen (PICS) riet ?rztinnen und ?rzten, besonders auf Symptome bei Kindern zu achten, die einem toxischen Schock ?hnelten.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich bereits mit dem Thema befasst, wie die Covid-19-Beauftragte Maria van Kerkhove am Mittwochabend sagte. ?Wir wissen, dass Kinder in der Regel weniger schwere Krankheitsverl?ufe haben, aber einige entwickeln schwere Krankheiten, und einige sind auch gestorben“, sagte sie. ?Wir haben unser globales ?rztenetzwerk aufgerufen, wachsam zu sein.“

Kawasaki-Syndrom: ?rzte kennen Ausl?ser nicht

WHO-Nothilfekoordinator Michael Ryan fügte hinzu: ?Dies zeigt, dass das Virus nicht nur die Lunge, sondern auch anderes Gewebe angreift.“ Allerdings beruhigte Ryan besorgte Eltern: ?Der allergr??te Teil der Kinder, die sich mit dem Virus anstecken, haben eine milde Infektion und erholen sich komplett.“

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Der Pr?sident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugend?rzte (BVKJ), Thomas Fischbach, warnte ebenfalls vor Panik. ?Es gibt keine Hinweise auf einen Zusammenhang von Covid-19 und dem Kawasaki-Syndrom“, sagte er der ?Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Das Kawasaki-Syndrom gebe es schon lange und es sei sehr selten. Ein Anstieg der Erkrankung seit Beginn der Covid-19-Pandemie sei nicht zu erkennen. Was das Kawasaki-Syndrom ausl?st, wissen ?rzte bis heute nicht. Es betrifft vor allem kleine Kinder. (jb/ba/dpa)